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Besser süßen mit Kokosblütenzucker

Beitrag von Anna 10. Februar 2017
Kokosblütenzucker in Schale

Er schaut aus wie herkömmlicher brauner Rohrzucker.  Und doch ist die Zuckeralternative ganz anderen Ursprungs: Der Kokosblütenzucker aus dem Nektar der Kokospalme, den man im Bioladen und Fachhandel zu oftmals hohen Preisen beziehen kann, besitzt im Gegensatz zum industriell raffinierten Zucker einen niedrig-glykämischen Index und viele Mineralstoffe.

Übrigens: Kokosblütenzucker schmeckt nicht nach Kokos, sondern nach Karamell und Malz.

 

Nicht zahnfreundlicher, aber deutlich gesünder

Fragt man Ernährungswissenschaftler, so ist es gerade in unseren Industrieländern mehr als ratsam, den Konsum an Zucker grundsätzlich zu minimieren – und durch natürliche Nahrungsmittel wie frisches Obst zu ersetzen. Dennoch wollen die meisten Menschen nicht dauerhaft auf den süßen Genuss in Kuchen, Keksen und Schokolade verzichten.

Kokosblütenzucker ist deshalb eine gute Zuckeralternative beim Zubereiten und Backen, da er den Insulinspiegel im Blut durch seinen niedrig-glykämischen Index nicht nach oben schnellen lässt. Er sättigt somit länger und ähnelt darin vollwertigen Nahrungsmitteln. Keine Heißhungerattacken in der Folge!

 

Kein schneller Blutzuckeranstieg – dafür Mineralien und Vitamine

Ein weiteres Plus: Kokosblütenzucker wird durch schonendes Erhitzen über dem Holzfeuer bei niedriger Temperatur gewonnen. Dadurch enthält die Zuckeralternative noch zahlreiche Mineralien und Spurenelemente wie z.B. Magnesium, Eisen, Kalium und Zink. Dieser Reichtum an Nährstoffen trägt auch zu seiner langsamen Verstoffwechselung bei, d.h. dass die Energie durch den aufgenommenen Kokosblütenzucker im Körper etappenweise ausgeschüttet wird. Perfekt, oder?

 

Kokosblütenzucker und die Nachhaltigkeit

Zum Glück wissen wir inzwischen, dass die Produktion von Kokosblütenzucker keineswegs umweltfeindlich ist, wie uns die Zuckerlobby lange Zeit weiß machen wollte. Zwar werden Kokospalmen auf abgeholzten Regenwaldflächen angebaut, doch für die Ernte des Kokosblütenzuckers wird keine einzige Palme gefällt. Stattdessen erntet man den süßen Nektar der Kokosblüte direkt oben in den Bäumen – und zwar das ganze Jahr über. Pestizide und andere Chemikalien kennt und nutzt man in den Anbaugebieten der Zuckeralternative wie z.B. Indonesien nicht.

 

Warum kein Weißzucker?

Herkömmlicher raffinierter Haushaltszucker besteht aus isolierten Kohlenhydraten, welche den Blutzuckerspiegel sprungartig ansteigen lassen. Er ist auf Grund der hohen Erhitzung im Herstellungsprozess nährstofflos und ist in unserer Ernährung neben übermäßigem Fleischkonsum der Risikofaktor Nummer Eins bei der Entstehung von Übergewicht und Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und beispielsweise auch Darmkrebs.

Kokosblütenzucker im Glas

Mal ausprobieren?

Wer sich für Zuckeralternativen interessiert und dem Kokosblütenzucker eine Chance geben möchte, findet in unserem Shop nachhaltig hergestellten Kokosblütenzucker aus Indonesien und köstliche vegane Schokoladen  auf der Basis von Kokosblütenzucker.

 

 

Welche Erfahrung hast du mit Zuckeralternativen? Teile deine Erfahrungen mit uns im Kommentar.

 

Bildquelle:
Fotograf: Anna Engberg, Vegfoodlove.de

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3 Kommentare

Thomas Brysch 11. Februar 2017 um 8:40

Ist das wirklich nötig Zucker einmal um die halbe Erde transportieren zu lassen? Warum nicht einfach Zuckerrübensirup? Die wird regional hergestellt und ist ebenfalls mineralstoffreich… Oder einfach gar keinen Zucker, das wäre eh die gesündeste Option….

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Anna
Anna 15. Februar 2017 um 12:02

Lieber Thomas,
da stimme ich dir völlig zu, eine komplett zuckerfreie Ernährung ist die gesündeste Option überhaupt!
Einige Menschen wollen zwar auf weiße Raffinade verzichten, aber trotzdem noch Süßungsmittel verwenden. Wer auf der Suche nach gesunden Zuckeralternativen ist, kann natürlich nicht nur Kokosblütenzucker, sondern z.B. auch Zuckerrübensirup konsumieren. Das Abfallprodukt aus der Raffinadezucker-Herstellung enthält ebenfalls Nährstoffe wie z.B. Mineralien. Und der ökologische Foodprint ist defintiv besser, da gebe ich dir recht.
Um jedoch genau zu beurteilen, inwiefern der Zuckerrübensirup mit dem Kokosblütenzucker in Bezug auf die eigene Gesundheit vergleichbar ist, müsste man nicht nur den Energiewert, sondern auch die genauen Nährstoffe, den glykämischen Index (GI) und die glykämische Last (GL) miteinander vergleichen. Hast du dazu Werte an der Hand? Beim Kokosblütenzucker liegt der glykämische Index bei 35.

Herzlich, Anna

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Anna
Anna 16. Februar 2017 um 11:23

Nach Rücksprache mit einer Ernährungswissenschaftlerin kann ich dir mitteilen, dass der Zuckerrübensirup eine geringere Süßkraft hat als der Kokosblütenzucker, dafür aber einen niedrigeren Energiewert. Dadurch, dass du aber mehr vom Zuckerrübensirup verwenden musst, um die gleiche Süße zu erreichen, kommt man bei beiden auf denselben Energiewert. Mineralien haben beide, jedoch in so geringer Menge, dass du dies vernachlässigen kannst. Beide bieten im Vergleich zum Haushaltszucker einen Vorteil, jedoch nicht untereinander. Generell macht es Sinn, weniger Zucker zu essen. Süßstoffe sind keine Alternative, da das Verlangen nach “süß” beibehalten wird und wir immer wieder zu süßen Produkten greifen, da die nicht so süßen uns dann ja nicht mehr schmecken. Und das schadet langfristig nur.

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