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Frisch aus dem Nordatlantik: Maris Algen-Produkte

Beitrag von Sarah 7. Februar 2017
Vegane Produkte von Maris Algen

In der asiatischen Küche haben sie eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert. Etwa 160 von 40.000 bekannten Arten finden Verwendung in der Küche. In getrockneter Form sind sie nicht nur beliebt für Sushi: Als „Konbu“ dienen sie unter anderem als eine der wichtigsten Grundlagen für Suppen. Aber auch frisch landen sie als Salate oder mit gedünstetem Gemüse auf den Tellern. Die Rede ist natürlich von Algen. Was die vielfältige Zutat, von welcher sich in unseren Regionen nur wenige Arten in getrockneter Form im Supermarkt finden, alles zu bieten hat,  beweisen Maris Algen mit ihren Algen-Produkten.

 

Für die Ernährung genutzte Algenarten

Die meisten essbaren Algen gehören zu der Gattung der Braun- sowie Rotalgen. Maris Algen verwendet vornehmlich die als Zuckertang bezeichnete Alge „Saccharina latissima“. Auch sie gehört zu den Braunalgenarten. Ihre Bezeichnung als Zuckertang geht übrigens auf den in der Alge enthaltenen Zuckeralkohol Mannitol (auch Mannit) zurück, welches alle Braunalgenarten zur Photosynthese nutzen. Beim Trocknen der Algen tritt der Zuckeralkohol aus und gibt der Alge eine leicht süßliche Note.

 

Algen als Nährstofflieferanten

Algen sind echt Nährstoffwunder und bessere Nährstofflieferanten als viele andere Pflanzen. Sie sind reich an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen und enthalten nicht  nur Vitamin A, C und E, sondern liefern gleichzeitig unter anderem auch große Menge an Eisen, Magnesium und Zink. Zudem enthalten sie auch Selen und Jod.

 

Anbau und Nachhaltigkeit

Maris Algen Brotaufstrich wie Leberwurst

Makroalgen benötigen keine Düngung, sie nehmen benötigte Nährstoffe einfach aus dem Meer auf.  Gleichzeitig geben sie dem Ökosystem Sauerstoff zurück und produzieren hiervon etwa drei Mal so viel davon wie andere Pflanzen. Kleineren Meereslebewesen wie Krebsen dienen sie als Unterschlupf vor Fressfeinden.

Für den menschlichen Konsum werden Algen meist in Aquakulturen an langen Seilen hängend gezüchtet. Die Algen wachsen sehr schnell und können nach etwa drei Monaten bei einer Länge von etwa 30 bis 60cm geerntet werden. In den Sommermonaten wachsen sie sogar noch schneller und bis zu 1cm täglich. Der für Maris Algen verwendete Zuckertang stammt aus dem Nordatlantik, von regionalen Zulieferern und Produzenten. Darüber hinaus ist die Firma Maris Algen auch Bio-Zertifiziert.

 

Maris Algen: vielfältige Produkte aus Algen

Algen landen bei Maris Algen nicht nur in Gewürzmischungen, sondern ebenso in veganen Würstchen, Burgern und Brotaufstrich. Für diesen Artikel habe ich die „Algen Bratwurst“, die „Algen Currywurst“, den „Algen Grillburger“ sowie den „Algen Brotaufstrich – wie Leberwurst“ getestet, welche alle den erwähnten Zuckertang enthalten. Burger und Würstchen sind zudem nicht nur frei von Gluten, sondern ebenso von soja- und lupinenfrei. Einzig der Aufstrich enthält Soja. Für die anderen Produkte wird stattdessen eine Basismischung aus Kartoffeleiweiß, Erbsenprotein und Erbsenmehl verwendet. Somit handelt es sich bei den Fleischersatzprodukten um Lebensmittel welche sich auch ausgezeichnet für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten eignen. Das Umami-Aroma der Algen dient zudem als Geschmacksverstärker.

Maris Algen Grillburger, Algen Wienerwurst und mehr

Zusammen mit weiteren Gewürzen und einer handvoll weiterer Zutaten entstehen so aus der erwähnten Basismischung leckere vegane Würstchen und Burger. Auch der „wie Leberwurst“Aufstrich, übrigens auf Basis von Kidney-Bohnen, schmeckt sehr gut, auch wenn er nur wenig an das referenzierte Produkt erinnert. Entsprechend bleibt eigentlich nur die Frage, warum so vieles immer „wie…“ schmecken muss und nicht einfach nur lecker und aus Bohne und Alge sein kann.

Spannend ist jedenfalls, dass Maris Algen mit ihren Produkten eine Zutat beleben, die in Europa lange vergessen und übersehen wurde, obwohl sie direkt vor unserer Haustür wächst. Mit ihren hervorragenden Nährstoffgehalten und ausgezeichneter ökologischen Bilanz handelt es sich mittlerweile um eine sehr interessante Zutat für die Lebensmittelindustrie, welche Algen auch heute schon zur Herstellung vieler anderer Produkte, wie z.B. für das Geliermittel Agar-Agar verwendet. Auch in anderen Alltagsprodukten stecken sie häufig, unter anderem in Form von Carrageen, welches als Bindemittel und Stabilisator eingesetzt wird. Es scheint also wahrscheinlich, dass Algen in der Zukunft immer mehr auf unseren Tellern landen und diese mit weiteren Algenarten und verarbeiteten Produkten auf der Basis von Algen bereichern.

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