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Ei-Ersatz

Ei-Ersatz - Eierkuchen-Streifen mit MyEy VollEy und Soja Chorizo, Austernpilze, Avocado

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe industriell gefertigter veganer Ei-Ersatz Produkte. Die Gemeinsamkeit dieser Produkte ist ihre Basis: Stärke. Einige Produzenten setzen dabei auf Kartoffelstärke (z.B. in Kombination mit Stärke der Tapioka- oder Cassava- Wurzeln), während andere auf Maisstärke zurückgreifen. Abgesehen von der Stärke- Basis haben die verschiedenen Produkte eigentlich nur eins gemeinsam: Sie alle werden mit, wenn auch unterschiedlichen Mengen, Wasser angerührt. Davon abgesehen unterscheiden sich die Produkte maßgeblich und nicht nur in ihren Inhaltsstoffen. Auch Geschmack, Konsistenz und Einsatzmöglichkeiten variieren. Aus diesem Grund habe ich mir vier Ei-Ersatzprodukte genauer angeschaut und möchte euch einen kurzen Überblick über die Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Produkte geben, um euch die Wahl eines passenden Produktes beim nächsten Einkauf zu erleichtern.

 

MyEy: EyGelb

Inhaltsstoffe: Maisstärke, Lupinenmehl, Maltodextrin, Steinsalz, Gelbwurzpulver, Schwarzsalz, Geliermittel: Xanthan und Johannisbrotkernmehl, Weißer Pfeffer gemahlen, Aroma-Extrakt: Paprika.

Packungsinhalt: 200g = Ersatz für ca. 60 Eigelb.

Konsistenz des angerührten Produktes: Nicht aufschlagbar, klebrig.

Geschmack und Farbe des  angerührten Produktes: Im Vergleich zu den anderen getesteten Produkten erinnert der Geschmack aufgrund des verwendeten Schwarzsalzes (auch bekannt als Kala Namak) recht stark an Ei. Gelbwurzpulver färbt das Produkt intensiv gelb.

Eignet sich laut Hersteller für:  Binden und Anreichern von Vor-, Haupt- und auch Süßspeisen.

Im Test: Meiner Meinung nach aufgrund des intensiven Geschmacks nach Schwarzsalz besser für deftige als süße Gerichte geeignet, welche nicht nur farblich, sondern auch geschmacklich an Ei erinnern sollen (z.B. Eierkuchen oder Scrambled Egg). Der Hersteller bietet auf seiner Website jedoch auch viele Inspirationen für süße Rezepte mit dem Produkt, z.B. Waffeln. Das Waffel-Rezept habe ich bisher nicht getestet, würde dafür – geschmacksbedingt – nicht unbedingt zu diesem Produkt greifen, sondern zu einem der anderen vorgestellten Produkte.

 

MyEy: VollEy

Inhaltsstoffe:  Maisstärke, pflanzliche Eiweißquelle (Kartoffeleiweiß, Erbseneiweiß, Lupinenmehl ), Maltodextrin, Steinsalz, Gelbwurzpulver, Schwarzsalz, Geliermittel: Xanthan & Johannisbrotkernmehl, Weißer Pfeffer gemahlen.

Packungsinhalt: 200g = Ersatz für ca. 24 Eier.

Konsistenz des angerührten Produktes: Weniger klebrig als das EyGelb der gleichen Marke. Aufschlagen des Produkts ist möglich.

Geschmack und Farbe des angerührten Produktes: Ebenfalls geschmacklich wegen des zugesetzten Schwarzsalzes an Ei erinnernd, allerdings weniger intensiv als das getestete EyGelb. Auch etwas weniger farbintensiv, jedoch ebenso mit Gelbwurzpulver gefärbt.

Eignet sich laut Hersteller für: Binden und Anreichern von Vor-, Haupt- als auch Süßspeisen.

Im Test: Interessantestes Testergebnis war ein “Eyer”- Omelette mit zusätzlichem Kichererbsenmehl im Teig. Gutes Bindemittel und gut aufschlagbar, weniger klebrig als das EyGelb. Auch aufgrund des nicht ganz so intensiven Geschmacks vielseitiger bzw. besser in vielen Süßspeisen und Gebäcken einsetzbar als das zuvor beschriebene Produkt.

 

Terra Vegane: MeggaExx

Inhaltsstoffe: Kartoffelstärke, Cassavastärke, Erbseneiweiß, Backpulver (Maisstaärke, Monokaliumtartrat, Natron), Johannisbrotkernmehl.

Packungsinhalt: 150g = ca. 20 Eier.

Konsistenz des angerührten Produktes: Aufschlagen des Produktes ist möglich.

Geschmack und Farbe des angerührten Produktes: Stärke-lastig. Im Vergleich zu den getesteten MyEy Produkten jedoch auch sehr neutral, da nicht gewürzt. Helle Farbe, da weder Kurkuma noch Gelbwurz zugesetzt sind. Erinnert optisch daher, im Gegensatz zu den zwei getesteten Produkten von MyEy, eher an Eiweiß.

Eignet sich laut Hersteller für: Saucen und Backen.

Im Test: Funktionierte im Test gut zum Binden, Auflockern oder Andicken von hellen Backwaren und Saucen, z.B. Tortenböden oder vegane Hollandaise. Ansonsten zum Backen und Kochen ein Allrounder als Konsistenzgeber, welchem Eier-Geschmack und Aussehen jedoch fehlen.

 

Orgran: No Egg

Inhaltsstoffe: Kartoffelstärke, Tapiokamehl, Pflanzengummi, Methylzellulose, Kalziumkarbonate, Zitronensäure.

Packungsinhalt: 200g = Ersatz für ca. 33 Eier.

Konsistenz des angerührten Produktes: Abhängig vom Verhältnis No Egg zu Wasser als Konsistenzgeber für Voll-Ei, Eiweiß oder Eigelb. Hierdurch bedingt entweder flüssiger oder etwas fester und besser aufschlagbar.

Geschmack des angerührten Produktes: Sehr Stärke-lastig. Ansonsten neutral und ungewürzt.

Laut Hersteller für: Kochen und Backen.

Im Test: Gutes Bindemittel und auch sehr gut zum Backen geeignet, ähnelt Terra Vegane Megga Exx. Eignet sich vor allem dann, wenn nur die Konsistenz und nicht der Geschmack der zubereiteten Speise durch Zugabe des Ei- Ersatzes verändert werden soll.

 

Ei-Ersatz Fazit

Ei-Ersatz nebeneinander angerührt

Die getesteten Produkte unterscheiden sich -teils stark- in Konsistenz und Geschmack. Entsprechend eignen sie sich unterschiedlich gut für verschiedene Gerichte. Das macht es schwer, euch an dieser Stelle eine Empfehlung für einen bestimmten Ei-Ersatz mit auf den Weg zu geben. Bei der Wahl eines geeigneten Ersatzproduktes sollte vor allem die Frage danach im Zentrum stehen, welche Art von Rezepten ihr vornehmlich damit zubereiten wollt.
Ich selbst nutze die Ei- Ersatzprodukte am liebsten als Konsistenzgeber (z.B. zum Backen) und möchte Speisen nur selten auch Geschmack oder Aussehen nach Ei verleihen. Persönlich bevorzuge ich daher die neutralen oder nur leicht gewürzten Produkte, welchen ich bei Bedarf noch Kala Namak und Kurkuma hinzufügen kann und so die Intensität von “Eier-” Geschmacks und Farbe selbst bestimmen kann, wenn dies erwünscht ist.

5. Mai 2017 0 Kommentare
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Kinder und Mutter vegan backen in Küche

Vegan backen ist weder unmöglich noch besonders kompliziert – und liegt mittlerweile richtig im Trend. Jede breit aufgestellte Kuchentheke hat mittlerweile vegane Kuchen und Muffins im Programm. Wenn du auch einmal milch- und eifrei backen möchtest, bekommst du hier einen guten Überblick.
Alles, was du zum veganen Backen benötigst, ist eine gute Portion Basis-Knowhow über pflanzliche Back-Essentials – und natürlich deine veganen Zutaten.

 

Soja-Margarine statt Butter

Tierisches Fett ersetzt du ganz einfach durch Pflanzenfett. Dazu eignet sich Soja-Margarine ganz hervorragend. Inzwischen gibt es auch extrem butterähnliche Bio-Margarine auf Basis von Palm- und Kokosfett plus Rapsöl. Aber auch die etwas höherpreisige Kakaobutter ist eine wunderbare Fettalternative zum Backen und für Glasuren.

 

Pflanzliche Milch

Sojamilch ist der Klassiker beim veganen Backen, doch du kannst deiner Fantasie auch mit Mandelmilch, Hafermilch oder Nussmilch aller Art beim Backen freien Lauf lassen. Wichtig: Kombiniere nach Geschmack die richtige Pflanzenmilch zu deinem Backprojekt: z.B. Haselnussmilch oder Kokosnussmilch zu einem Schokoladenkuchen, Sojamilch zu veganen Pancakes oder Mandelmilch in alle nussigen Gebäcke.

 

Vegan backen mit Ei-Ersatz

Wie aber sollen Kuchen, Muffins oder andere gebackene Köstlichkeiten zusammen halten, wenn du keine Eier verwendest? Diese Frage haben sich vor dir schon viele Menschen gestellt und die Antwort ist simpel: Es gibt so viele Möglichkeiten.
Die bekannteste Methode: 1 EL Sojamehl ersetzt 1 Ei. Sojamehl hat die gleiche bindende Eigenschaft im Teig wie Hühner-Eier. Genauso gut kannst du aber auch eine reife Banane zerdrücken und z.B. in einen Muffin-Teig rühren.
Weitere Möglichkeiten: Fertiges Ei-Ersatzpulver, 2 EL Leinsamen mit 3 EL Wasser vermischt oder 60g Seidentofu pro Ei.

 

Schokolade ohne Milchpulver

Backschokolade und Kakao enthalten wie die meisten Schokoladen Milchpulver aus Kuhmilch. Wenn du also einen schokoladigen Geschmack erzielen willst, kannst du z.B. Rohkakaopulver oder vegane Schokoladen verwenden, die auf Reismilch oder Kokosmilch basieren.

 

Pflanzliche Sahne und Gelatineersatz

Wer hätte gedacht, dass pflanzliche Sahne genauso cremig, locker und köstlich schmecken kann wie die herkömmliche Schlagsahne zu Omas Schokoladenkuchen? Achte beim Kauf darauf, dass du eine „aufschlagbare“ Pflanzensahne kaufst, z.B. Coconut Whipcream.
Übrigens: Zum Festigen von Puddings, Cremes und Tortenschichten kannst du als veganes Geliermittel Agar Agar verwenden.

 

Noch mehr Inspiration?

Du kannst alte Familienrezepte jederzeit in eine vegane Version umwandeln, indem du Eier, Milch und Butter einfach durch die oben beschriebenen Produktalternativen ersetzt.

 

Vegan backen – schon probiert?

Was sind deine veganen Lieblingsrezepte beim Backen? Gibt es Produkte, die du dafür besonders empfehlen kannst? Teile dein Wissen mit uns und hinterlasse einen Kommentar.

 

Bildquelle:
Fotograf: Anna Engberg, Vegfoodlove.de

17. Februar 2017 2 Kommentare
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