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Interview

Palmen, Strand und klares Wasser

Wer als Veganer verreisen möchte, muss oft viel Recherchearbeit leisten und diverse Vorkehrungen treffen. Das kann die oftmals eh schon anstrengende Urlaubsplanung nochmals verkomplizieren. Doch zum Glück gibt es inzwischen zahlreiche vegane Reiseanbieter die sich auf das vegane rundum Paket spezialisiert haben!

Wer sich aus Überzeugung vegan ernährt, möchte auch nicht im Urlaub auf einmal darauf verzichten müssen bzw. die eigenen Werte vernachlässigen. Doch oftmals ist das gar nicht so einfach und schnell werden die schönsten Tage im Jahr zur reinen Tortur.

Zum Glück haben aber einige Reisebegeisterte die Problematik inzwischen erkannt und können Dir so zu Deinem nächsten Urlaubsglück verhelfen.

 

Die Vorteile von veganen Reisen

Komplett vegane Reisen haben sich zu einem echten Geschäftsmodell entwickelt. Im Rahmen dieses Artikels beleuchten wir die Vorteile von diesen und stellen zugleich passende vegane Reiseanbieter vor.

Der größte Vorteil liegt eigentlich offen auf der Hand. Vegane Reiseanbieter sorgen nämlich für eines: stressfreies verreisen. Gut, wenig Verkehr und strahlenden Sonnenschein können auch diese nicht garantieren. Doch wenn es um das vegane Wohlbefinden geht sind sie absolute Profis.

Von der kulinarischen Verpflegung bis hin zu nachhaltigen und umweltfreundlichen Aktivitäten und Ausflügen gibt es alles, was einem eine unbesorgte und gewissenhafte Auszeit vom langweiligen Alltag ermöglicht. Des Weiteren sind vegane Reiseanbieter bestens über das vegane Angebot vor Ort informiert und haben mit Sicherheit immer den einen oder anderen Geheimtipp parat.

Ein weiterer, klarer Pluspunkt ist, dass man auf solchen Reisen auf viele Gleichgesinnte trifft. Dies bietet die optimale Möglichkeit sich über alles Mögliche auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und neue Bekanntschaften zu knüpfen.

Allgemein gesehen, sind vegane Reisen eine grandiose Gelegenheit, um neue Aspekte der veganen Welt zu entdecken und zu erleben. Viele Eindrücke und Erfahrungen können in den Alltag transportiert werden und hinsichtlich der Verpflegung wird man bestimmt diverse kulinarische Leckerbissen mit nach Hause bringen.

 

Vegane Reiseanbieter

Im Folgenden stellen wir dir ein paar ausgewählte Reiseanbieter vor:

Yakari-Travel

Yakari-Travel ist ein sogenannter Reisevermittler, welcher sich auf nachhaltige und individuelle Reisen in der ganzen Welt spezialisiert hat. Das Besondere ist, dass hier jede Reise ganz nach Deinen Wünsche mit Hilfe von Experten zusammengestellt wird. Somit ist keine Reise wie die andere. Des Weiteren kann man auch von einer Vielzahl von bereits vorgeplanten Touren wählen. Ganz klar im Fokus der Reisen sind die Tiere und die Umwelt. Yakari-Travel hat es sich zu seiner Aufgabe gemacht, Reisen im Sinne der Tierfreundlichkeit und des Umweltschutzes anzubieten und verhilft so zu einzigartigen Erlebnissen und Begegnungen der etwas anderen Art. Ein weiterer schöner Punkt ist, dass die Leute hinter Yakari-Travel einen Großteil ihres nebenberuflichen Verdienstes in den Schutz der Natur, in die Tierwelt und in die Unterstützung der Menschen vor Ort geben.

 

Vegane Reisen

Unter dem Motto GO’N JOY AFRICA, haben sich die Leute von vegane-reisen.com auf vegane Reisen nach Afrika spezialisiert. Hier kann man entweder als Teil einer kleinen Gruppe die schönsten Seiten Afrikas bestaunen oder sich ein komplett individuelles Angebot zusammenstellen lassen. Neben 100% veganer Verpflegung hat sich vegane Reisen auch die Umwelt & Nachhaltigkeit seiner Trips zu Herzen genommen. Selbst für die durch die Anreise verursachte CO2- Emission haben Sie auf ihrer Homepage Tipps gesammelt, um für einen gewissen Ausgleich zu sorgen.

 

Vegane Flusskreuzfahrten

Auf der veganen Welle mit Vegane Flusskreuzfahrten. Hier ist der Name Programm. Ziel sind die schönsten Flüsse Europas. Im Vollcharter wird für beste rein vegane Verpflegung, Kosmetik und vieles mehr gesorgt. Somit kann man sich völlig zurücklegen, frei von moralischen Bedenken und sich im wahrsten Sinne des Wortes einfach treiben lassen. Neben vielen Aktivitäten und Angeboten wie beispielsweise Yoga, gibt es auch ein zu 100% veganes Wellnessprogramm. Besonders ist auch, dass hier auf den Umweltschutz geachtet wird. So kommen ausschließliche neue Schiffe zum Einsatz, die die Umweltrichtlinien und Wasserschutzgesetze komplett erfüllen und teilweise sogar übertreffen.

Um noch tiefere Einblicke in das Thema vegane Flusskreuzfahrten zu gewähren, haben wir Dirk Bocklage, Geschäftsführer von Vegan Travel ein paar Fragen gestellt:

Was war der ausschlaggebende Grund für die Gründung von Vegan Travel?

Unsere bisherigen Erfahrungen, als vegan lebender Mensch zu verreisen, waren alles andere als positiv. Die eigentlich schönsten Tage des Jahres wurden nicht selten zu einem Spießrutenlauf, denn in vielen Hotels wussten die Angestellten mit dem Begriffen “vegan” und “Veganismus” nicht viel anzufangen. Daher stellen wir sicher, dass wir im Rahmen unserer veganen Flussreisen einige der besten veganen Köche an Bord haben, damit die Mahlzeiten zu einem Fest für alle Sinne werden.

Vegan Travel, die Firma hinter den veganen Flussreisen, wurde gegründet, um unvergessliche vegane Reisen zu veranstalten. Alle von uns veranstalteten Schiffsreisen werden im Vollcharter durchgeführt. Das hat den Vorteil, dass es ausschließlich vegane Ernährung an Bord gibt und wir sogar unsere eigenen Routen festlegen können, natürlich in enger Absprache mit erfahrenen Nautikern.

 

Was macht Vegan Travel so einzigartig und was sind allgemein die Vorteile von veganen Reisen?

Wir bieten unseren Gästen ein vollkommen veganes Urlaubserlebnis. Vom Essen über das Interieur und die veganen Kosmetika in den Kabinen bis hin zu den Aktivitäten gestalten wir ein ganzheitliches Programm, das sowohl überzeugte Veganer begeistert als auch diejenigen, die in das vegane Reisen und den Lebensstil mal hineinschnuppern möchten. Unsere Flussreisen finden in einer sehr familiären Atmosphäre statt und sind deshalb für die verschiedensten Charaktere sehr attraktiv. So entsteht ein bunt gemischtes internationales Publikum und eine ganz eigene Atmosphäre.

Hinzu kommt, dass wir ausschließlich neue oder fast neue Schiffe für unsere Reisen nutzen, denn neben dem Komfort für die Gäste sind uns die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sehr wichtig.

 

In welche Richtung wird sich Vegan Travel zukünftig bewegen und auf was können wir uns noch freuen?

Hochseeschiff im geirangerfjord Norwegen

Zukünftig wird Vegan Travel den Flusskreuzfahrten in

jedem Falle treu bleiben. Im September 2017

realisieren wir mit der Hochseekreuzfahrt in die norwegischen Fjorde eines unserer ersten großen Projekte, gleichzeitig eine Weltpremiere. Darauf sollen noch viele folgen. In Zukunft wollen wir unseren Gästen nicht nur zu Wasser die schönsten Tage des Jahres bereiten, sondern auch Alternativen an Land anbieten. Man kann also gespannt bleiben.

(Weitere Infos zur Hochseekreuzfahrt gibt es hier)

 

Was unterscheidet vegane Kreuzfahrten von herkömmlichen, hinsichtlich des Umweltschutzes?

Bei der Nachhaltigkeit von Kreuzfahrtschiffen kann man im Wesentlichen drei Aspekte unterscheiden:

 

Abgasfilterung, Energieeffizienz, Wasser- und Abfallaufbereitung.
Komplexes Recycling und Wiederaufbereitung
Wussten Sie, dass verbrauchtes Speiseöl als Kraftstoff in Motoren moderner Flusskreuzfahrtschiffe wiederverwendet werden kann? Unsere Schiffe, wie die MS Amadeus Silver und auch die MS Inspire, besitzen ein intelligentes Recyclingsystem. Dies gilt selbstverständlich auch für die Aufbereitung des Abwassers aus sanitären Anlagen und der Wäscherei. Membranbordkläranlagen und Wasserspararmaturen sind hierfür ausschlaggebend.

 

Reduzierung von Rußpartikeln und CO2-Einsparung
Die von der Weltgesundheitsorganisation als krebserregend klassifizierten Rußpartikel von Dieselmotoren werden auf den Schiffen unserer Reedereien durch Rußpartikelfilter weitgehend entfernt. Die Emissionen werden zudem durch Landstromversorgung aus grünem CO2-neutralen Strom reduziert. Somit müssen auf unseren Schiffen keine Generatoren mehr für die 110/220 Volt Stromversorgung betrieben werden. Hochmoderne Katalysatoren entfernen Stickoxide und CO2 aus den Abgasen. Die Zeiten, in denen die obligatorische Rauchfahne zum Alltagsbild eines Flusskreuzfahrtschiffes gehörte, erweckt auf einem nachhaltigen Kreuzfahrtschiff nur noch ein müdes Lächeln.

 

Geringe Energieverluste und hoher Wirkungsgrad

Durch Abwärmenutzung und Kraft-Wärme-Koppelung erreichen neue, nach umweltverträglichen Standards designte Schiffe einen Wirkungsgrad von fast 90 Prozent. Hierzu gehört natürlich neben der aerodynamischen Konstruktion für den geringsten Luftwiderstand auch ein intelligentes Klimasystem und eine energiesparende Isolation. Zusammen mit der Nutzung von Solarenergie bewirkt dies den geringstmöglichen Verbrauch und eine fast autarke Kreuzfahrt.

 

Welche Tipps können Sie unseren Lesern noch zum Verreisen geben?

Schaut doch mal bei uns vorbei, wenn wir auf einem Fluss in eurer Nähe unterwegs sind. Ansonsten gibt es tolle Seiten, die bei der Urlaubsplanung helfen: http://www.veggie-hotels.de/ , http://www.vegan-welcome.com/ und www.happycow.net (die berühmte und wirklich hilfreiche APP).

 

Vielen Dank Dirk Bocklage!

 

Fazit

Allgemein lässt sich feststellen, dass vegane Reisen meist im Einklang mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz stehen und auch sehr viel Wert darauflegen. Das ist eine sehr schöne Sache, und stellt durchaus ein Vorbild für alle herkömmlichen Reiseanbieter da. Vegane Reiseanbieter machen also einfach gesagt Urlaub endlich wieder zu echtem Urlaub. In diesem Sinne bon voyage!

20. April 2017 1 Kommentar
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Stelle Dich und Deinen Vegan-Blog bitte kurz vor.
Ahoi, ich heiße Sarah und betreibe seit Oktober 2010 den Food-Blog „Vegan Guerilla“. Auf meinem Blog findet ihr in erster Linie Rezepte für jede Gelegenheit – über die Jahre haben sich mehrere hundert vegane Gerichte angesammelt. Kochen gehört zu meinen liebsten Beschäftigungen. Obwohl ich keine ausgebildete Köchin bin, habe ich in der Vergangenheit für verschiedene vegane Restaurants in der Küche gestanden. 2011 erschien außerdem mein erstes Kochbuch „Vegan Guerilla – die Revolution beginnt in der Küche“. Aktuell arbeite ich an einem neuen veganen Kochbuch, welches im Sommer 2017 im Ventil Verlag erscheinen wird.

Sarah vom Vegan-Blog "Vegan Guerilla"Darüber hinaus blogge ich auch über andere Themen mit Veganismus-Bezug, wie z.B. Filme und Bücher zu den Themen Tierrecht und Umweltschutz, Veranstaltungen, vegane Produkte und auch über meine Reisen.
Als Zuhause würde ich Hamburg bezeichnen, allerdings mit Einschränkung: Dort lebe ich seit etwa zehn Jahren, habe jedoch insgesamt ca. drei davon verschiedene Länder Lateinamerikas bereist und dort zum Teil gelebt. Daher spreche ich unter anderem auch Spanisch und Portugiesisch und habe kürzlich meinen Master in Lateinamerika-Studien beendet. Obwohl ich Hamburg liebe würde ich Europa gerne in ein paar Jahren den Rücken kehren um irgendwo in der Ferne und Wärme zu leben und dort am liebsten ein kleines Hostel mit veganem Café eröffnen. Privat kann ich nicht ohne meine tägliche Dosis Koffein, bin Schokoladen- und Avocado-Junkie, spiele einigermaßen Ukulele, singe dafür aber schlecht und habe am liebsten Punkrock auf den Ohren.

Warum hast Du Dich entschlossen zu bloggen und was sind Deine Lieblingsthemen (und warum)?
Das haben irgendwie andere für mich beschlossen: Das es “Vegan Guerilla” gibt, ist eigentlich einerseits meinem Exfreund und andererseits meinen damaligen KollegInnen zu verdanken. Irgendwo zwischen ab und an etwas gebackenes auf die Arbeit mitbringen, „gib mir mal das Keks-Rezept“ und „Fotografieren und Kochen sind doch eh deine Hobbys“ ging Vegan Guerilla online.
Meine Lieblingsthemen ergeben sich ohnehin aus dem Schwerpunkt meines Blogs: vegane Rezepte, die anderen Menschen zeigen sollen, dass es nicht schwer ist sich abwechslungsreich vegan zu ernähren, auch wenn im Alltag oft die Zeit fehlt stundenlang in der Küche zu stehen. Aufgrund meiner Leidenschaft für Lateinamerika und Reisen mag ich persönlich jene Gerichte am liebsten, die aus diesen Regionen inspiriert sind – schmeckt irgendwie nach Urlaub!

Was glaubst Du schätzen Leser von veganen Blogs am Meisten?
Inspirationen für den eigenen Teller und Hilfe beim Einstieg in ein veganes Leben.

Lebst Du selbst vegan, wenn ja wie lange schon und was war der Auslöser?
Mittlerweile lebe ich seit ca. sieben Jahren vegan. Vorher war ich längere Zeit Vegetarierin. Der Umstieg ging bei mir sehr schleichend vonstatten: Zunächst blieben frische Eier weg, dann verarbeitete Ei-Produkte, kurz darauf auch Milch. Zum Schluss „hakte“ es nur noch am Käse. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt viele VeganerInnen in meinem Umfeld und habe dann irgendwann beschlossen, mich für einen Monat testweise vegan zu ernähren. Allerdings zunächst heimlich, da mir einige Argumente meiner FreundInnen ziemlich auf den Sack gingen und ich der Überzeugung war, dass meine Ernährung als Vegetarierin ethisch korrekt sei. Aus diesen persönlichen Erfahrungen entstand später auch meine Art zu bloggen und die Tatsache, dass ich den Menschen lieber mit leckerem Essen statt erhobenen Zeigefinger zeigen will, dass eine vegane Küche und auch ein veganes Leben nicht nur easy machbar, sondern ebenso lecker sind. Eine Herangehensweise die bei mir damals sicherlich auch eher gefruchtet hätte, als die Argumente die mir als Veggie regelmäßig um die Ohren flogen – auch wenn selbst aus ethischen Gründen vegan lebe. Während meines „veganen Testmonats“ schaute ich jedenfalls viele Dokus, informierte mich über das Internet und durfte dabei feststellen, dass meine FreundInnen recht hatten. Entsprechend bin ich nicht nur bei der veganen Ernährung geblieben, sondern habe ich auch andere Bereiche meines Lebens umgestellt.

Ist Veganismus heutzutage weniger dogmatisch als noch vor 10 Jahren?
Das finde ich schwer zu generalisieren. Ich denke aber schon, dass sich mit der wachsenden Zahl an VeganerInnen und veganen Produkten auf dem Markt auch der Umgang mit dem Thema Veganismus geändert hat, facettenreicher und teils auch undogmatischer geworden ist.

Welches ist Dein Lieblingsprodukt/Deine Lieblingsmarke in unserem Shop und warum?
Da gibt es so viele, das ist echt schwer.
Der Vego-Schokoriegel ist verdammt lecker und die 150g Tafel hat wenigstens mal eine vernünftige Größe für Schokolade. Die Vantastic Foods Fleischersatz Produkte mag ich auch sehr gerne. Im Sommer sind die veganen Big Steaks mit leckerer selbstgemachter Marinade meinen absoluten Grill-Favoriten.

Wie stehst du zum Thema vegane Fleischalternativen, die aussehen und schmecken „wie das Original“?
Soja, Seitan und Tempeh mag ich sehr gerne. Produkte wie vegane Shrimps oder ganze „Enten“ finde ich persönlich allerdings ziemlich gruselig. Trotzdem finde ich es okay, dass es diese Produkte gibt – die Nachfrage besteht ja scheinbar auf dem Markt und natürlich ist es mir lieber, wenn dann jemand zur nachgebauten Fake-Ente greift als zur ehemals lebendigen.

Mit wem würdest Du gerne einmal vegan kochen, was würde es geben und wie romantisch ist die Tischdeko?
Mit Justin von The Lotus and the Artichoke. Haben wir schon mehrfach geplant, bisher hat es leider nicht geklappt. Auf den Tisch käme eine spannende Fusion-Küche aus der ganzen Welt. Ich bin nicht so der Deko-Fan und wähle daher als Tischdeko Bier.

Wo würdest Du gerne Deinen nächsten Urlaub verbringen und warum?
Am liebsten würde ich meinen Backpack packen und durch Ecuador, Venezuela und Kolumbien fahren. Das sind die letzten Länder Lateinamerikas die ich noch nicht kenne. Danach ist dann vielleicht auch mal ein neuer Kontinent an der Reihe.

Was ist das erste was Dir zu folgenden Stichworten einfällt?

[VERBOT VON FLEISCHNAMEN für vegane Produkte]
Fleischtomaten, Zimtschnecken, Babyöl, Jägerschnitzel, Baumkuchen…was für eine verwirrende Welt. Welch ein Drama, wenn da die vegane Bratwurst vegane Bratwurst heißt. Zumal ein Tier natürlich in Bratwurstform geboren wird.
Schmidt hat scheinbar keine anderen Probleme und verdient meiner Meinung nach selbst den Titel „Wurst“.

[Silvester FEUERWERK]
Unnötiger Müll und Lärm. Finden nicht nur Hunde scheiße, ich verkrieche mich da lieber auch.

[B12]
Sollte man als VeganerIn durchaus supplementieren. Ich bin schlecht im an-Tabletten-denken und nutze daher am liebsten die B12-Zahnpasta von Santé.

 

ZUM BLOG: Vegan Guerilla

24. Januar 2017 1 Kommentar
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Stelle Dich und Deinen Blog bitte kurz vor.
Ich bin Anna, 31 Jahre alt und blogge auf “Vegfoodlove” über gesunde, vegane Ernährung und Rezepte – vom frittierten Tofu über indische Spezialitäten bis zum Rawfood-Dessert. Außerdem stelle ich interessante pflanzliche Produktalternativen vor – von der Hafermilch bis zum Nuss-Käse – aber nur solche, die ich auch selbst gern esse und weiter empfehlen kann.
Die Grundidee ist: fleischloses und pflanzlich-basiertes Kochen und Zubereiten soll auch für Unentschlossene und Unerfahrene interessant und umsetzbar werden – deshalb poste ich auch keine ellenlangen Zutatenlisten, sondern setze bei den Basics an. Wer mehr möchte, kann dann in die Rubriken „Weltenbummler“ und „Kochprofis“ schauen!

 

Warum hast Du Dich entschlossen zu bloggen und was sind Deine Lieblingsthemen (und warum)?
Ich wollte schon lange ein Sprachrohr, um über vegane Inhalte zu schreiben – und Menschen anzusprechen, die dafür offen Anna vom Vegan-Blog "Vegfoodlove"sind. Dafür ist ein Blog ideal. Am liebsten blogge ich über Themen, bei denen ich meinen Horizont erweitern kann: mal ist das ein chinesisches Wok-Gemüse, mal ein Messebesuch bei der Veggienale. Meine Lieblingsthemen sind aber die Weltenbummler-Rezepte aus aller Welt – und die „Zuckerfrei“ Rubrik.
Vegetarisch und vegan zu leben ist für mich eine Selbstverständlichkeit – für die meisten Menschen aber eben nicht. Deshalb möchte ich eine Starthilfe leisten – und für mich selbst den gesündesten Weg herausfinden. Denn: vegan leben heißt zwar ethisch, jedoch nicht gleich automatisch gesund leben. Ernährungswissen braucht man auch als Veganer. Viele vegane Hersteller haben sich leider noch nicht von der Zuckerlobby befreit – das ist schade und wird sich in Zukunft hoffentlich noch ändern.

Was glaubst Du schätzen Leser von veganen Blogs am Meisten?
Neben der Inspiration in Form von Rezepten, Produktalternativen und Videos ist natürlich der Mehrwert entscheidend. Bei Vegfoodlove ist das der Eventkalender für vegane Messen und Street Food Märkte und die Rubrik „Cityguide“, in der ich über ausgewählte Locations in Deutschland und weltweit berichte. Als Leserin inspirieren mich übrigens besonders grafisch ansprechende Vegan-Blogs mit ästhetischen Fotostrecken.

Lebst Du selbst vegan, wenn ja wie lange schon und was war der Auslöser?
Ich lebe zu 80 Prozent vegan und zu 20 Prozent vegetarisch. Seit meinem 12. Lebensjahr ernähre ich mich aus freier Entscheidung vegetarisch – für mich war das Mitgefühl mit Tieren der Auslöser, nachdem ich bei einer Italienreise in direkten Kontakt mit Bauernhoftieren kam. Meine Familie war immer rücksichtsvoll und bemüht mir als Teenager alternative Gerichte anzubieten. Mittlerweile bin ich selbst Mutter und freue mich, dass meine komplette Familie vegetarisch lebt. Wir befürworten eine vegane Lebensweise und deshalb stehen bei uns im Kühlschrank fast ausschließlich vegane Produkte. Gästen biete ich zum Beispiel lieber eine Soja- oder Hafermilch zum Kaffee an, denn ich möchte bei der Ausbeutung in der Milch-Industrie nicht länger mitmachen.

Ist Veganismus heutzutage weniger dogmatisch als noch vor 10 Jahren?
Auf jeden Fall. Wer heute vegan lebt, hat kein Außenseiter-Image mehr. Sogar in deutschen Kleinstädten ist das vegane Angebot mittlerweile angekommen und weckt reges Interesse. Leider ist das vegan Leben deshalb nicht unkomplizierter geworden. Neulich habe ich eine afghanische Ofenkartoffel mit Aubergine und Okra bestellt und hatte dann plötzlich Käse und Sauerrahm als Topping.
Ich muss aber zugeben: Wer sich vor allem in vegetarisch-veganen Kreisen bewegt so wie ich und dann auch noch bevorzugt im Bioladen, Reformgeschäft oder Internet-Fachhandel einkauft, bekommt oft nur noch einen Bruchteil der Realität mit – umso schockierter bin ich jedes Mal, wenn ich feststelle, wie fest der Fleisch- und Milchkonsum in so vielen Haushalten und Köpfen immer noch verankert ist.

Welches ist Dein Lieblingsprodukt/Deine Lieblingsmarke in unserem Shop und warum?
Ich habe kürzlich den veganen Scheibenkäse Simply V „Kräuter“ ausprobiert und war echt beeindruckt, dass man aus Mandeln (!) eine so fantastisch schmeckende Käse-Alternative kreieren kann. Viele vegane Käse-Alternativen haben in puncto Geschmack und Festigkeit noch deutlich Potenzial für Verbesserung, aber dieser Mandel-Käse mit Knoblauch und Kräutern hat mich wirklich überzeugt. Meine Lieblingsmarke ist übrigens Oatly: die Hafermilch aus Schweden bestelle ich online auf Vorrat und verwende sie für Milchschaum im Kaffee. Auch mit Sahneersatz habe ich gute Erfahrungen.

Wie stehst du zum Thema vegane Fleischalternativen, die aussehen und schmecken „wie das Original“?
In meinen ersten vegetarischen Jahren habe ich keinerlei pflanzliche Wurst- und Fleisch-Alternativen konsumiert, weil ich immer den Gedanken an das Tier dabei hatte und fand, dass man die industrielle Form von totem Tier nicht imitieren muss. Inzwischen esse ich auch mal ein Sojawürstchen oder eine vegane Salami. Es gibt etliche gut schmeckende Produkte – ob Imitat oder nicht. Trotzdem würde ich immer eine Frikadelle aus frisch geraspeltem und gebratenem Gemüse, Hirse & Co. bevorzugen, da ich Fertigprodukte generell eher ablehne und in vielen Fleischalternativen leider Zucker enthalten ist.

Mit wem würdest Du gerne einmal vegan kochen, was würde es geben und wie romantisch ist die Tischdeko?
Ich würde mich gerne noch mehr in Clean Eating vertiefen und hätte Spaß daran, mal eine komplett rohvegane Mahlzeit zuzubereiten. Das könnten zum Beispiel Buchweizenknödel in einer superfrisch gemixten Kräutersoße sein. Als Expertin an meiner Seite würde ich mich mit der holistischen Food Bloggerin Sarah Britton aus Kanada treffen – sie zaubert fantastische Gerichte aus Kräutern, Nüssen, Samen und anderen Superfoods. Vitamine und Nährstoffe pur!
Tischdeko? Mir gefällt die Esskultur der Japaner am besten: sitzend auf dem Boden mit Sitzkissen und, wenn überhaupt, einem Mini-Tisch. Oder im Freien essen, im Garten oder einem Park, das ist auch schön.

Wo würdest Du gerne Deinen nächsten Urlaub verbringen und warum?
In Indonesien – weil es dort gerade für Veganer und Vegetarier so interessantes Essen gibt und ich gerne mal einen Kochkurs vor Ort machen würde. Fremdländisches Essen zieht mich magisch an – die deutsche Küche ist für Veganer aus meiner Sicht ziemlich langweilig.

Was ist das erste was Dir zu folgenden Stichworten einfällt?

[KUNSTPELZ]
Ich fand Pelz noch nie attraktiv – warum soll man mit etwas herumlaufen, das wie Tierfell ausschaut? Aber für eine vegane Fashionista ist das vielleicht ein guter Kompromiss.

[Veganes TIERFUTTER]
Wird leider viel zu oft belächelt. Ich werde das in Kürze bei unserer Katze testen.

 

ZUM BLOG: Vegfoodlove

20. Januar 2017 1 Kommentar
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Stelle Dich und Deinen Blog bitte kurz vor.
Ich bin Bella und ich bin der Kopf hinter “Filling Your Mind“. Auf meinem Blog schreibe ich über Themen die mich täglich beschäftigen und liefere Rezepte zu veganem Essen. Eigentlich wie jeder andere vegane Blog auch! Auf “Filling Your Mind” finden sich aber nicht nur Beiträge über Essen sondern auch gerne mal generelle Tipps, Reviews zum Thema Veganismus oder meine private Sichtweise zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Ich denke so etwas macht dann nochmal den persönlichen und eigenen Charme eines jeden Blogs aus. “Filling Your Mind” hat mich durch viele Lebenslagen begleitet und das merkt man dem Blog glaube ich auch an. Neben dem Blog habe ich die letzten 8 Jahre als freie Journalistin, Mediengrafikerin und Fotografin gearbeitet. Mittlerweile arbeite ich in einer veganen Schokoladenmanufaktur (Das Bernsteinzimmer) und habe somit quasi mein Hobby zum Beruf gemacht.

Bella vom Vegan-Blog "Filling Your Mind"

Warum hast Du Dich entschlossen zu bloggen und was sind Deine Lieblingsthemen (und warum)?
Ein Jahr nachdem ich mich dazu entschieden habe vegan zu leben, habe ich Filling Your Mind gestartet. Ich wollte einfach möglichst viele Menschen mit der veganen Idee erreichen. Der Blog war zu Beginn als eine Art Sammlung all der Dinge gedacht, die gut schmecken, leicht zuzubereiten sind und dabei keinem Lebewesen schaden. Mittlerweile ist er ein Herzensprojekt und aus meinem täglichen Leben nicht mehr weg zu denken. Der direkte Austausch mit meinen Leser gibt mir unglaublich viel zurück. Lieblingsthemen habe ich gar nicht so Recht. Rezepte bestimmten den Blog, aber ich schreibe einfach über alles was mir auf dem Herzen liegt.

Was glaubst Du schätzen Leser von veganen Blogs am Meisten?
Ich denke in erster Linie Inspiration und oft auch die Authentizität der Schreiberlinge. Ich lese selbst eine Vielzahl an veganen Blogs und erfahre so oft auch Dinge die für mich auch nach Jahren noch völlig neu sind.

Lebst Du selbst vegan, wenn ja wie lange schon und was war der Auslöser?
Ich lebe jetzt bald 6 Jahre vegan. Der Auslöser dafür war tatsächlich ziemlich banal. Seitdem ich 12 war, war ich großer Fan der Sängerin P!NK, die auf ihren Konzerten oft das Peta Streetteam dabei hatte. So bin ich auf dieses aufmerksam geworden und hab relativ zügig selbst dort mitgemacht. Mit den Jahren bin ich dann auch selbst vor Ort gewesen und habe gesehen wie schlecht es den Tieren in Milch- und Eierproduktionen geht. Es hat dann noch einige Zeit gedauert bis der Groschen gefallen ist, aber im März 2011 bin ich dann von einem auf den anderen Tag komplett auf vegan umgestiegen.

Ist Veganismus heutzutage weniger dogmatisch als noch vor 10 Jahren?
In meinen Augen ist die dogmatische Haltung der meisten Veganer heute um einiges schlimmer als noch vor 10 Jahren. Heute befassen sich sichtlich mehr Menschen damit und es gibt auch einfach mehr Veganer als damals. Vegan sein ist zu einem Trend geworden und “veganerer“ zu sein als andere ist bei einigen dabei leider zu einem Zwang verkommen. Für viele Veganer ist ihre Lebensweise ein Dogma und sie versuchen es anderen Menschen schlichtweg aufzuzwingen. Nicht ohne Grund gibt es Menschen die “vegan sein“ negativ bewerten, obwohl es eine so positive Sache ist. Meiner Meinung nach kommt man damit nicht weit. Mehr Menschen erreicht man, wenn man einfach mit positivem Beispiel voran geht und seinen Mitmenschen zeigt wie einfach und angenehm Veganismus sein kann. Ich freue mich schon, wenn Menschen durch meinen Blog auf Veganismus aufmerksam werden und an einigen Tagen die Woche auf tierische Produkte verzichten. Jeder Schritt ist wertvoll! Ein Glück gibt es auch einige Veganer die das ähnlich sehen und das Dogma somit wieder ausgleichen.

Welches ist Dein Lieblingsprodukt/Deine Lieblingsmarke in unserem Shop und warum?
Festlegen wird da tatsächlich schwer! Es gibt so einige Marken und Produkte die ich bei ALLES-VEGETARISCH.DE liebe. Angefangen bei Pur Ya, über Xucker, bis hin zu Vantastic Foods selbst. Wenn ich mich allerdings festlegen muss, dann kann ich immer nur meinen aktuellen Liebling nennen, der ändert sich aber gerne monatlich. Meine aktuelle Lieblingsmarke wäre dann wohl Little Lunch – einfach, weil ich gerade jetzt zur kalten Zeit im Büro ganz gern auf die aufwärmbaren Mahlzeiten zurück greife oder zuhause, wenn mal wenig Zeit ist.
Mein Lieblingsprodukt ist allerdings eher ein “All time Favorite“: Ich nutze ganz gerne das Trockensoja von Vantastic Foods in allen Formen für schnelle Snacks oder als Zugabe für meine Bowls.

Wie stehst du zum Thema vegane Fleischalternativen, die aussehen und schmecken „wie das Original“?
Gerade am Anfang meiner Umstellung habe ich diese Alternativen geliebt! Sie machen den “Verzicht“ um einiges kleiner und erleichtern somit die Umstellung. Ich hab sogar selbst auch monatelang an einem Rezept für die perfekten Spare Ribs gebastelt. Mittlerweile esse ich selten bis nie Fleischalternativen und ziehe ein Kohlrabischnitzel der echt schmeckenden Alternative vor. Ab und an gönne ich mir aber gerne mal etwas, das mich an die alten Zeiten erinnert. Man muss den Geschmack des Originals ja nicht verabscheuen, nur weil man die Produktion davon verteufelt.

Mit wem würdest Du gerne einmal vegan kochen, was würde es geben und wie romantisch ist die Tischdeko?
Ich bin tatsächlich so gar kein Gesellschaftskoch. Ich bekoche lieber andere und das allein, weil ich ziemlich schwierig bin, wenn Dinge nicht so laufen wie sie sollen. Ich habe allerdings schon einmal mit einer indischen Familie gekocht und die traditionelle Zubereitung gelernt – als “Schülerin“ hat das tatsächlich ganz gut geklappt. Ich koche sehr oft für Freunde. Meist gibt es Sushi, Indisch oder prall gefüllte Buddha Bowls – da lege ich dann aber eher Wert darauf, dass die Teller schön sind, als der Tisch auf dem sie am Ende stehen. Das ist dann eher immer ein gemütliches Beisammensein in gemütlicher Kleidung und mit gutem Essen, an meinem Wohnzimmertisch. Ich habe allerdings seit Anfang meines veganen Lebens und Bloggens schon eine Art Mentorin – Isa Chandra Moskowitz. Von ihr würde ich gern mal lernen wie man Tempeh und Kürbis so zubereitet, dass beides sogar mir schmecken würde – dazu gibt es dann weder Tischdeko noch fancy Geschirr, aber ganz viel Punkmusik!

Wo würdest Du gerne Deinen nächsten Urlaub verbringen und warum?
Definitiv in Indien! Ich habe lange Zeit mit einer indischen Familie zusammen in einem Haus gelebt und sowohl Kultur, als auch Essen schätzen und lieben gelernt. Die Vielzahl an Gewürzen, der Respekt Tieren gegenüber, die Mentalität und Gelassenheit der Menschen und vor allem die Einfachheit des Lebens dort sind für mich u.a. Gründe dafür, dass Indien schon lange auf Platz Eins meiner Reiseziele ist.

Was ist das erste was Dir zu folgenden Stichworten einfällt?

[Superfoods]
Überbewertet! Ich nutze zwar selbst auch eine Vielzahl davon, aber man muss nicht alles kaufen oder konsumieren nur weil “super“ drauf steht. Einige der Vitamine die in diesen Superfoods enthalten sind kann man sich auch genauso gut und bequem über Obst und Gemüse holen. Gerade wenn der Geldbeutel eher klein und knapp bemessen ist.

[Höhere Mehrwertsteuer auf Tierprodukte]
Gerechtfertigt! Sojamilch und Co. werden schon immer mit 19% versteuert. Mit 7% werden laut Steuerrecht Lebensmittel versteuert die zur “Grundversorgung“ gehören und in diese Sparte gehören Fleisch, Milch und Co. lange schon nicht mehr.

[Wort des Jahres]
Träume! Das Jahr ist noch relativ jung, ich habe aber schon einige Träume konkretisiert und realisiert und habe für 2017 das Ziel so weiter zu machen.

 

ZUM BLOG: Fillingyourmind

18. Januar 2017 0 Kommentare
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