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Zwei Kitten mit veganem Futter - Katze vegan ernähren

Die eigene Katze vegan ernähren? Das erntet bei den meisten Menschen allenfalls ein irritiertes Lächeln oder Kopfschütteln. Doch tatsächlich zeigen die Erfahrungsberichte veganer Haustierhalter, dass eine vegane Ernährung von Hunden und Katzen Durchaus möglich ist und das Wohlbefinden des Tieres in keiner Weise gefährdet.

Ich habe jetzt den Selbstversuch gestartet und unserer Katze veganes Katzenfutter von AmiCat serviert. Das rein pflanzliche Futter besteht aus Mais, Reisprotein, Erbsen, Kartoffelprotein und so wichtigen Zusätzen wie Taurin. Möchtest Du wissen, ob sie es gefressen hat? Dann lies noch ein Stück weiter.

 

Katzen sind doch Fleischfresser, oder?

In der Tat sind Katzen von Natur aus Fleischfresser. Allerdings leben sie, ebenso wie Hunde, in keinem natürlichen Lebensraum: weder fangen sie ihre Beute selbst, noch ist das, was wir ihnen als Feucht- und Trockenfutter servieren eine Kopie dessen, was sie bei einem Leben in Freiheit zu sich nehmen würden.

Industriell verpacktes Katzenfutter, ob nass, trocken, in Dosen oder Beuteln, ist Schlachtabfall – und nicht selten „schlechtes“ Fleisch mit deklarierten Mängeln und unzureichender Qualität. Damit die Fleischnahrung für Katzen und Hunde überhaupt genießbar und verwertbar wird, werden noch jede Menge künstliche Zusatzstoffe, Aromen und Nahrungsergänzungsmittel von der Lebensmittelindustrie beigefügt. Damit unterscheidet sich Fleischfutter nicht von veganer Katzennahrung, der ebenfalls wichtige Zusatzstoffe beigefügt sind – mit dem Unterschied, dass in der pflanzlichen Variante kein Zucker und keine Aromen enthalten sind.

 Rotes Kitten auf Sofa

Nun brennst Du bestimmt vor Neugier, ob meine Katze das vegane Katzenfutter genauso mochte wie ihr bisheriges. Und ich kann dir verraten: sie mochte es auf Anhieb. Wir mussten ihr nichts unterjubeln, da ihr sowohl Geschmack als auch Aussehen und Geruch des Futters zusagten.

 

Die eigene Katze vegan ernähren: So geht’s

Zu den lebensnotwendigen Zusatzstoffen, die einer Katzenernährung – ob vegan oder auf Fleischbasis – beigefügt werden müssen, zählen Arachidonsäure und Vitamin A, zahlreiche B-Vitamine sowie Mineralstoffe und Spurenelemente. Veganer Katzennahrung wird außerdem pflanzliches Taurin zugesetzt – ein Stoff, den die Katze zum Überleben braucht, der ansonsten nur in den Fleischbestandteilen vorkommt.

Was den wenigsten Haustierhaltern bewusst ist: Auch Fleisch-Fertigfutter für die Katze hat einen hohen Anteil an pflanzlichen Bestandteilen: so enthält beispielsweise ein hochwertiges Trockenfutter für Katzen auch Reis, Hirse, Rüben, Kartoffeleiweiß, Beeren, Hefe und Leinsamen. Bei einer veganen Aufbereitung werden dann die Fleischbestandteile durch hochwertige, pflanzliche Proteine ersetzt.

Ob die Katze das vegane Futter annimmt und verträgt, liegt in erster Linie daran, ob das Futter ihren Vitamin- und Nährstoffbedarf optimal deckt sowie, ob es ihren geschmacklichen Präferenzen entspricht. So mögen beispielsweise viele vegan ernährte Katzen die Zugabe von Tomatenmark oder Sojasoße zu ihrer pflanzlichen Hauptnahrung.

 

Vegane Alternativen: selbst kochen oder Fertigfutter

Wenn Du deine Katze vegan ernähren willst und dich davon überzeugt hast, dass Du sie damit keinem Risiko aussetzt, stehen dir verschiedene Möglichkeiten offen: Du kannst das Futter ganz einfach selbst herstellen – oder im Fachhandel online kaufen.

 

Veganes Katzenfutter aus dem Fachhandel

Pflanzliches Katzenfutter gibt es als Trockenfutter und Nassfutter, die sich gleichermaßen als Hauptnahrungsmittel eignen. Wenn Du dir noch unschlüssig bist, kannst Du auch erst einmal eine Probierpackung bestellen. Bewährt hat sich die Methode, das Futter unter die gewohnte Kost unterzumischen und nach und nach auszutauschen, um schließlich die Katze vegan ernähren zu können.

 

Rezepte für veganes Katzenfutter

Manche Katzenhalter stellen ihr veganes Tierfutter auch einfach selbst her: so lässt sich zum Beispiel aus Kichererbsen, Tofu, Tomatenmark, Sonnenblumenöl und verschiedenen Hefeflocken und Taurin-Zusatz für Katzen ein ausgewogenes pflanzliches Katzenfutter herstellen, das reich ist an Vitaminen, Nährstoffen und allen lebensnotwendigen Nahrungsbestandteilen. Dieses kann in unterschiedlicher Verarbeitung als Trocken- und Nassfutter gefüttert und sogar als Vorrat eingefroren werden.

31. März 2017 22 Kommentare
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Verschiedene Hülsenfrüchte ergeben ein buntes Bild

Hülsenfrüchte in der veganen Küche

Hülsenfrüchte gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und können auch auf kleineren Anbauflächen gute Erträge bringen. Sie liefern viele Nährstoffe, darunter wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium und Eisen, zahlreiche Vitamine und haben vor allem einen sehr hohen Proteingehalt. Jedoch ist es auch ihre Sortenvielfalt, die die zu den Fabaceae (Hülsenfrüchten) zählenden Pflanzen zu einer spannenden Zutat für viele vegane Gerichte macht. Zu ihren wohl bekanntesten Vertretern auf dem Speiseplan gehören Linsen, Kichererbsen, Soja, Bohnen, Erbsen und Lupine, aber auch Erdnüsse.

Viele Hülsenfrüchte werden nach Deutschland (und Europa) importiert. Einige Produzenten bauen allerdings auch regional und in Bio-Qualität an. Hierzu gehören zum Beispiel Rapunzel Naturkost, welche Beluga- und rote Linsen in Deutschland anbauen. Auch Made With Luve bauen die Hauptzutat ihrer Produkte – Lupine – ausschließlich regional an. Und natürlich müssen auch die Sojabohnen für Tofu nicht zwangsweise aus Übersee kommen: Dies beweisen Taifun Tofu, welche Sojafelder in Süddeutschland, im Norden Frankreichs und in Österreich bestellen. Der Vorteil des regionalen Anbaus liegt auf der Hand, da dank kürzerer Transportwege auch der Co2-Fußabdruck dieser Produkte deutlich geringer ausfällt und diese klimafreundlicher macht als bei einem Import aus fernen Ländern.

 

Gegart oder gekeimt: Zubereitung von Hülsenfrüchten

Die Zubereitung von Hülsenfrüchten variiert stark: Viele Hülsenfrüchte enthalten im Rohzustand schädliche Stoffe und sollten vor dem Verzehr gekocht werden. Es gibt jedoch auch Ausnahmen wie z.B. die Erbse. Wer andere Hülsenfrüchte, wie z.B. Linsen, roh verspeisen möchte muss sie vorher jedoch zum Keimen bringen, was einige Tage dauert. Hierfür eignet sich am besten ein Keimglas. Wichtig: Das Wasser muss regelmäßig gewechselt werden! Getrocknete Linsen haben ansonsten eine vergleichsweise kurze Garzeit im Gegensatz zu vielen anderen Hülsenfrüchten und müssen nur etwa 10 Minuten gekocht werden.

Getrocknete Bohnen, Kichererbsen und Soja müssen hingegen einige Stunden vor dem Kochen eingeweicht werden, haben dann jedoch immer noch eine recht lange Garzeit. Diese variiert von Sorte zu Sorte. Vor dem Kochen sollte das Einweichwasser jedoch immer abgeschüttet und frisch aufgefüllt werden.

 

Vegane Gerichte mit Hülsenfrüchten

Viele denken z.B. bei Linsen oder Bohnen zunächst sicherlich an (vegane Versionen) klassischer Eintöpfe. Kein Wunder, denn schließlich sind sie weltweit als solche – z.B. in Form von Omas Linsensuppe über indisches Dal bis hin zur brasilianischen Feijoada – sehr beliebt.
Hülsenfrüchte machen sich allerdings ebenso gut als Grundlage von Salaten, z.B. einem Linsen-Tabouleh oder als mexikanisch inspirierter Bohnensalat mit Reis, Paprika, Koriander und scharfer Salsa. Gegart, püriert und gewürzt geben nicht nur Kichererbsen in Form von Hummus leckeren selbstgemachten Aufstrich her, Versionen aus verschiedenen Bohnen- und Linsensorten oder Erbsen sind ebenso köstlich. Auch für die Patties auf veganen Burgern sind sie kaum wegzudenken. Mit ihrer Hilfe lassen sich sogar Süßspeisen zaubern. So eignet Kichererbsenwasser sich zum Beispiel zur Herstellung von veganem Eischnee. Darüber hinaus können Hülsenfrüchte auch als Küchenhilfe beim Blindbacken eingesetzt werden. Bei dieser Methode wird der Teig, z.B. für Tartes, ohne Füllung vorgebacken. Die Hülsenfrüchte helfen dabei den Teig zu beschweren (und werden nach dem Backen wieder entfernt), damit er während des Backens in Form bleibt und z.B. keine Blasen wirft. Die zum Blindbacken verwendeten Hülsenfrüchte können übrigens mehrfach benutzt werden. Hierfür einfach nach dem Backen abkühlen lassen und bis zum nächsten Nutzen z.B. in einem Glas mit Schraubverschluss aufbewahren.

 

Welche Hülsenfrüchte magst Du am liebsten? Poste in den Kommentaren Dein Lieblingsrezept.

23. März 2017 0 Kommentare
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Kükengruppe in der Natur freuen sich über Ei Alternativen

Die Geschichte vom Hühner-Ei – mit Ausblick auf vegane Ei-Alternativen

Wer war zuerst da: unser Wunsch nach Brathähnchen und Sonntags-Ei oder die Geflügel-Wirtschaft? Vermutlich Ersteres. Fakt ist, dass nach dem Ende des zweiten Weltkriegs die moderne Geflügel-Industrie ihren Anfang genommen hat – seitdem geht es mit der Geflügelzucht und Eier-Produktion steil bergauf. Über die Hintergründe der Produktion und die Ungerechtigkeit am Tier weiß kaum jemand Bescheid. Was Massenbetriebe für die Tiere bedeuten – und wie Du bessere vegane Alternativen wählst – erfährst Du hier.

 

Geflügelzucht boomt – Nachfrage und Effizienz zählen

Wusstest du, dass 95,5 % der deutschen Geflügel-Betriebe mehr als 10.000 Hühner gleichzeitig halten, und 44,1 Prozent – also nahezu jeder zweite Betrieb – sogar mehr als 100.000 Tiere? Ich jedenfalls wusste es bis heute nicht. Eine Informationsbroschüre, die 2011 an deutsche Journalisten von der „Informationsgemeinschaft Deutsches Geflügel“ herausgegeben wurde, hat diese Zahlen publik gemacht. Demnach isst mehr als jeder zweite Deutsche 2- bis 4-Mal pro Woche Geflügel. Die Eier nicht mitgezählt, versteht sich.

 

Massenbetriebe sind Standard, auch bei Bio-Höfen

Es wundert nicht, dass es zur Norm geworden ist derart viele Tiere in einem Betrieb zu halten – da spielen wirtschaftliche Profitabilität und steigende Nachfrage gleichermaßen eine entscheidende Rolle. Früher waren es ja die Hausfrauen, die Hühner hielten und schlachteten, das hat sich mit dem Ende des zweiten Weltkriegs geändert. Seit den 50er Jahren erlebt die wirtschaftliche Geflügelhaltung einen echten Aufschwung – heute hält nahezu jeder zweite Zuchtbetrieb in Deutschland 100.000 Hähnchen und nur 0,5 % der Betriebe haben weniger als 10.000 Tiere untergebracht.

 

Schnabelkürzen, Küken-Selektierung und kein Lebensraum

Angesichts dieser Größen kann sich vorstellen, und die Bilder des Prospekts (von einem Interessenverband der Geflügelwirtschaft herausgegeben, wohlgemerkt) zeigen dies auch, wie begrenzt und minimiert Lebensraum und Lebensqualität für all diese Tiere geworden ist. Ein gutes Gewissen braucht deshalb jemand, der „Bio-Eier“ kauft längst nicht mehr zu haben. Zu den gern tabuisierten Praktiken gehören der Antibiotika-Einsatz, das standardmäßige Schnabelkürzen von Jungtieren und das Töten von männlichen Küken im Fleischwolf unmittelbar nach dem Schlüpfen.

 

Ei-Alternativen: Das kannst Du tun!

Wenn Du dich hoffentlich schon längst gegen den Verzehr von Hühnerfleisch entschieden hast, aber noch Eier nutzt und nicht weißt, wie Du ohne diese auskommen sollst, bekommst Du hier eine Hand voll wertvoller Tipps. Sämtliche Ei-Alternativen findest Du auch in unserem Shop.

 

Sojamehl und andere Ei-Alternativen

Sojamehl von Vantastic FoodsSojamehl ist der Klassiker, wenn es darum geht, Ei beim Backen zu ersetzen: Ob Pfannkuchen, Muffins, fluffige Pancakes oder ein bindendes Ei in der Gemüse-Frikadelle – 1-2 EL Sojamehl, angerührt mit wenig Wasser, erfüllen denselben Zweck.

Wenn Du bei deiner Ei-Alternative ohne Soja auskommen willst, kannst Du auf eine Reihe von Ei-Ersatzpulvern zurückgreifen, die z.B. aus Mais-, Kartoffel- oder Tapiokastärke, Gelbwurz oder Lupinenmehl angemischt sind. Hier gibt es sowohl Varianten, die das gesamte Ei ersetzen, als auch gezielten Ersatz für Eigelb und Eiweiß.

 

Die Ei-Alternative „Tofu“

Der weiße Bohnenquark Tofu wird von Veganern ebenfalls gern verwendet, um das gewohnte „Rühr-Ei“ zu ersetzen oder einen veganen Eier-Salat herzustellen. Du kannst dir Tofu mit Zwiebeln, Gewürzen, Tomaten und anderen Zutaten köstlich anbraten und schmackhaft machen.

Zusätzlich gibt es spezielle Fertigprodukte auf Tofu-Basis – für Leute, die eine schnelle Zubereitung der Frühstücks-Variante bevorzugen.

 

Welchen Ei-Ersatz findest Du am besten? Was verwendest Du an Stelle von Eiern?

 

Quelle: FAKTEN Informationen für Journalisten > Geflügelhaltung in Deutschland” (Mai 2011). Beilage im Magazin “journalist”.

15. März 2017 6 Kommentare
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Vegane Alternativ-Ernährung im Freundeskreis. Dekorierter Tisch mit Essen und Getränken.

[„Die Größe einer Nation und ihre moralische Reife lassen sich daran bemessen, wie sie ihre Tiere behandeln.“ (Mahatma Gandhi)]

Für viele bedeutet Veganismus vor allem eines: Verzicht. Der Verzicht auf Nahrungsmittel tierischen Ursprungs und somit der Verzicht auf ein bequemes, unbeschwertes Konsum Dasein. Doch ist dem wirklich so oder stellt es vielmehr eine Form der Alternativ-Ernährung da? Dieser Frage gehen wir in folgendem Blogbeitrag nach.

Auch wenn Gandhi selbst eher dem Vegetarismus zuzuordnen ist, umreißt dieses weltbekannte Zitat einen zentralen Punkt: Es setzt moralische Reife gleich mit der Art und Weise, wie die Gesellschaft Tiere behandelt. Nimmt man sich diese Worte zu Herzen, so stellt Veganismus eine besonders fortschrittliche Form des Lebens dar. Doch was bedeutet das genau bzw. was bringt es mit sich?

 

Was hat die Alternativ-Ernährung zu bieten?

Wer sich mit der Thematik ein bisschen näher auseinandersetzt, wird relativ früh bemerken, dass Veganismus inzwischen rein gar nichts mehr mit Verzicht zu tun hat. Der Begriff “Alternativ-Ernährung” umschreibt ziemlich genau, um was es eigentlich geht. Nämlich eine alternative Ernährungsform, frei von Lebensmitteln tierischen Ursprungs und somit frei von Gefangenschaft und Leid.

Wer sich nun fragt, wie sowas überhaupt möglich ist, wird staunen was die vegane Küche alles zu bieten hat. Mittlerweile kann man sagen, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Ein Blick in einen der zahlreichen veganen Online-Shops oder das vegane Regal im Supermarkt gibt schnell Aufschluss darüber, was alles möglich ist. Auf ALLES-VEGETARISCH.DE findest Du eine riesige Auswahl an Fleisch- und Wurstalternativen. Des Weiteren bietet Dir der Shop neben Lebensmittel auch Lifestyle-Produkte, wie z.B. Kondome und Zahnpasta, und Tiernahrung.

Zu erwähnen ist, dass der oft verwendete Begriff “alternativ” vielleicht nicht immer das richtige Wort ist. Vielmehr ergeben sich oftmals komplett neue Geschmackskompositionen. Und dabei ist nicht nur der Umschwung vom Schweineschnitzel zur veganen Alternative gemeint. Durch das Umdenken ergibt sich eine neue Welt zahlreicher Geschmäcker mit exotischen Gewürzen und zahlreichen Variationen.

Auch altbekannte herkömmliche Rezepte können hierdurch aufgepeppt und neu erfunden werden. Genau hierum geht es auch. Man muss sich auf die Alternativ-Ernährung einlassen. Man muss sich für die unterschiedlichen Produkte interessieren, die kleinen Feinheiten entdecken und auch etwas Abenteuerlust und Mut mitbringen

Wer sich vegan ernähren möchte, muss also keine Abstriche machen, sogar alte Gewohnheiten, wie der wöchentliche Sonntagsbraten stellen kein Problem mehr dar. Das erleichtert vor allem den Umstieg, denn der Mensch ist und bleibt ein Gewohnheitstier.

Auch das Ausgehen mit Freunden oder der gemeinsame Restaurantbesuch wird sich oft schwieriger vorgestellt als es sich in der Realität darstellt. Neben vielen vegetarischen und rein veganen Lokalen bieten immer mehr Gastronomen auch vegane Speisen als Alternative an.

 

Fazit

Wie man sieht, kann man bei veganer Ernährung in keiner Weise von einem Verzicht reden. Vielmehr stellt Veganismus eine bewusste Entscheidung zu einer Alternativ-Ernährung dar. Man darf sich also einen Veganer keinesfalls als selbst bemitleidende, in Abstinenz lebende Person vorstellen, die sich keinerlei Genuss gönnen darf. Vielmehr handelt es sich um eine Neuorientierung bei der der einen Sache abgedankt wird, gleichzeitig jedoch eine Vielzahl an Neuheiten entdeckt wird, welche bis dato weit verborgen waren.

1. März 2017 0 Kommentare
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vegane Putzmittel selbst machen

Wer sich dazu entscheidet, fortan vegan zu leben, trifft diese Entscheidung oft nicht nur für seine Lebensmittel. Vegan leben geht auch über den Tellerrand hinaus. Viele achten darauf, dass ihre Kleidung vegan produziert wurde, nutzen Kosmetika nur noch ohne tierische Bestandteile und ohne Tierversuche oder putzen und waschen sogar vegan.

Aber, wie putzt bzw. wäscht man eigentlich vegan?
Die bekanntesten Marken, die vegane Produkte dafür anbieten, sind AlmaWin, Frosch, Sodasan oder Sonett. Die meisten dieser Putz- und Waschmittel sind auch preislich noch erschwinglich, allerdings ökologisch keine Glanzleistung. Meistens kommen die Mittelchen in Plastiktüten- oder Flaschen daher, die man jedes Mal direkt neu mit kauft. Vor einiger Zeit habe ich mich mit diesem Problem schon einmal auseinander gesetzt, da ich nun auch bewusst auf die Verwendung von Plastik verzichten möchte. Zugegeben war dieses Unterfangen gar nicht so einfach, aber gerade wenn es darum geht, vegane Putzmittel selbst zu machen, klingt das Ganze schwerer als es ist. Ich habe sogar die Erfahrung gemacht, dass die selbst gemachten Putzmittel zum einen freundlicher zu meiner Haut und meiner Nase sind und zum anderen sogar besser und zuverlässiger reinigen.

Vegane Putzmittel selbst machen

Vielleicht kennst Du auch die Hausmittelchen Deiner Großeltern, wenn der Abfluss mal dicht ist?
Die meisten dieser Hausmittelchen sind nämlich schon von Haus aus vegan und kinderleicht in der Anwendung. Für einen verstopften Abfluss braucht es nur etwas Backpulver, ein wenig Essig und das Rohr ist im Handumdrehen wieder frei. Auf demselben Weg bekommst Du auch problemlos angebrannte Töpfe wieder strahlend. Es gibt allerdings Putzmittel die in vielen Haushalten oft unabdingbar sind – ein universeller Reiniger, Waschmittel, Glasreiniger und ggf. sogar eine Holzpolitur. Und es ist gar nicht so schwer vegane Putzmittel selbst zu machen. Versprochen!
Alles was Du dafür brauchst findest Du sogar bei ALLES-VEGETARISCH.DE oder hast es ohnehin schon im Küchenschrank. Essig ist in vielen Mitteln die Hauptzutat und keine Angst, Deine Wohnung riecht danach nicht wie eine Essiggurkenfabrik – solange Du einige Tipps beachtest! Essig hat aber einfach den Vorteil, dass er 99% der Bakterien von Hause aus abtötet und ist somit unabdingbar im Putzmittelschrank. Ich habe in den letzten Monaten einige Bücher und Webseiten durchforstet, viel ausgetestet (bin dabei oft gescheitert) und habe einiges dabei abgeändert. Dabei raus gekommen sind Putzmittel die ich seitdem nicht mehr missen möchte. Vielleicht ist ja auch der eine oder andere wertvolle Tipp für Dich dabei, wenn Du Dich fortan auch dazu entscheidest deine veganen Putzmittel selbst zu machen!

Universalreiniger

Wie ich bereits erwähnte ist Essig die Quintessenz der meisten hausgemachten Reinigungsmittel – also nutzt man ihn Veganer Universalreiniger selbst gemachtnatürlich auch um vegane Putzmittel selbst zu machen. Der Geruch ist so ein Thema mit dem ich anfangs noch etwas zu kämpfen hatte. Aber da gibt es einen ganz einfachen und natürlichen Trick: Zitronenschalen und Rosmarin!
Um den perfekten Universalreiniger zu zaubern braucht es nicht mehr als eine Sprühflasche, 300 ml Essig, 500 ml Wasser, eine Zitrone und 3 Zweige Rosmarin. Von der Zitrone braucht es nur die Schale. Am besten also einfach die Zitrone halbieren, auspressen und die Reste in Stücke schneiden. Alle Zutaten kommen zusammen in die Sprühflasche und schon hast Du nach einem Tag Wartezeit einen Universalreiniger, der sogar mit etwas Backpulver und einer Zahnbürste Deinen Teppich reinigt.
Und noch viel mehr! Mit Zugabe von 4 EL Olivenöl hast Du im Handumdrehen sogar eine super Holzpolitur. Diese sollte dann allerdings in eine herkömmliche Flasche ohne Sprühkopf und vor Gebrauch immer ordentlich geschüttelt werden.

Badreiniger ohne Essig

Wenn Du Dich mit dem Essig so gar nicht anfreunden kannst – vor allem im Bad – gibt es natürlich auch noch einen Weg ohne Essig. Hierfür benötigst du eine große Schüssel, ebenfalls eine Sprühflasche, 50 Gramm Kernseife, 2 EL Natron und 500 ml kochendes Wasser. Natron wirkt geruchsbindend und ist daher gerade im Bad echtes Gold wert.
Los geht’s mit dem Reiniger!
Zuerst musst Du die Kernseife mit Hilfe einer Käsereibe zerkleinern. Anschließend kommt die Seife zusammen mit dem Wasser in die Schüssel und dann heißt es rühren, rühren, rühren, bis die Seife komplett aufgelöst ist. Die Lauge auskühlen lassen und final kommt das Natron zusammen mit der Lauge in die Sprühflasche. Wenn Dir der Geruch noch zu neutral ist, kannst Du auch noch einige Tropfen ätherisches Öl dazu geben. Wenn Du mit dem Reiniger auch Kalk in die Mangel nehmen oder Glas reinigen willst, dann nimmst Du einfach 50ml Deines Badreinigers und füllst ihn in eine neue Flasche – mit dazu kommen der Saft von zwei Zitronen und 600 ml Wasser. Fertig!

Waschmittel und Weichspüler

Wenn es Dir nicht reicht, nur Deine veganen Putzmittel selbst zu machen, dann kannst Du noch einen Schritt weiter gehen Veganes Waschmittel selbst machenund Deine Wäsche auch problemlos vegan waschen. Zitronensäure ist der einfachste Weichspüler-Ersatz den es gibt. Die Wäsche ist danach flauschig wie eh und je und dafür braucht es keine Tonnen an flüssigem Super-Weichspüler. Also kannst Du ganz einfach ein All in One-Waschmittel selbst zaubern, in dem der Weichspüler direkt integriert ist.

Für Waschmittel gibt es direkt zwei Varianten – eine die Du komplett aus der Natur nimmst und eine für die Du einige Dinge kaufen musst. Ich persönlich habe die beste Erfahrung mit letzterem gemacht. Hier gilt aber probieren geht über Studieren! Für die kostenlose Variante braucht es nur eine Hand voll Rosskastanien, die Du im Herbst überall sammeln kannst oder 2 Hand voll Efeu und 500 ml Wasser. Die Kastanien vierteln oder den Efeu klein schneiden, in ein verschließbares Glas geben und mit dem Wasser übergießen. Die Mischung lässt Du einfach mindestens einen Tag stehen und beim Schütteln des Glases wirst Du die Schaumbildung schon bemerken. Das ist es schon! Das Waschmittel durch ein Sieb zu jeder Wäsche dazu geben. Hier ist allerdings der Geruch sehr neutral bis hin zu “blättrig“. Wenn Du es lieber etwas duftender und flauschiger magst, greifst Du am besten zu der zweiten Variante. Dafür braucht es ähnlich wie für den Badreiniger 50 Gramm Kernseife, 2 EL Natron und dann allerdings 2 Liter kochendes Wasser. Hier gehst Du wie bei dem Badreiniger vor: Kernseife hobeln, in der Hälfte des Wassers auflösen und am Ende alle restlichen Zutaten vermengen. Zusätzlich kommen noch 5 EL Zitronensäure für den Flauscheffekt dazu und ein ätherisches Öl Deiner Wahl. Die Mischung füllst Du nun einfach in große Gläser oder in alte, ausgewaschene Waschmittelflaschen – vor dem Gebrauch schüttelst Du die Flasche nochmal ordentlich und gibst die herkömmliche Menge Waschmittel zu jeder Wäsche dazu.

Wie Du siehst, vegane Putzmittel selbst zu machen ist nun wirklich kein Hexenwerk! Man fühlt sich vielleicht etwas wie in einer Hexenküche, wenn man einmal angefangen hat all die Zutaten zu den finalen Mittelchen zu verrühren, aber eine Kunst ist es nun wirklich nicht. Der Vorteil daran ist, dass Du Deinen Geruch bei allem selbst bestimmen kannst, durch Zugabe von diversen ätherischen Ölen. Und – Du verzichtest nicht nur auf Tierversuche und tierische Bestandteile, sondern sparst auch noch eine Menge Geld und vor allem Plastik. Der nächste Schritt wäre dann noch Deine selbst gemachte Zahnpasta aus Kokosöl, Natron und Minzöl.
Wie Du siehst, im Grunde kannst Du alles selbst zaubern mit ein paar wenigen Handgriffen.

Und was ist Dein liebstes Hausmittelchen?

31. Januar 2017 0 Kommentare
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Milchalternative, Obst und Gemüse

Manche treffen die Entscheidung zu einer rein pflanzlichen Ernährung schon früh als Teenager, manche erst spät im Erwachsenenalter. Doch egal welches Alter Du hast, die Hürden am Anfang sind immer gleich. ALLES-VEGETARISCH.DE verrät dir, welche fünf Basics Du kennen solltest, damit dir der Einstieg in die vegane Lebensweise auf Anhieb gelingt.

 1. Pflanzendrinks

Sojadrinks sind der Klassiker. Doch je länger Du vegan lebst, desto öfter werden dir weitere Pflanzendrinks begegnen: vom Mandel- bis zum Haferdrink, vom Cashewdrink bis zur Kokosmilch. Probiere alle aus – und finde deinen Lieblings-PflanzendrinkZahlreiche vegane Milchalternativen für Kaffee, Müsli & Co. Übrigens: neben den Pflanzendrinks gibt es inzwischen auch vegane Schlagcremes aus z.B. Hafer, Soja oder Reis, die du wunderbar für Suppen und Soßen verwenden kannst.

2. Pflanzliche Aufstriche und Brotbeläge

Statt Käse und Wurst kannst du deine Brote mit leckeren, pflanzlichen Aufstrichen genießen, die es auch bei uns im Shop gibt, z.B. Kräuter-Tomate, Aubergine, Bärlauch oder Delikates. Ebenso beliebt: vegane Alternativen zu Wurst wie Salami, Teewurst und Schinken. Und natürlich geht nichts über ein köstliches Haselnuss- oder Mandelmus zum Sonntagsfrühstück. Besonders Ernährungsbewusste streichen sich einfach eine reife Avocado aufs Brot.

3. Nüsse und Trockenfrüchte

Klingt banal und für manche sogar langweilig. Doch gerade Nüsse leisten einen hervorragenden Beitrag zu einer ausgewogenen, pflanzlichen Ernährung. Du findest sie längst nicht nur in ihrer ursprünglichen Form, sondern z.B. in Form von Nussmus, Nussdrinks und –cremes. In Kombination mit Datteln, Feigen und anderen Trockenfrüchten sind sie die perfekte Basis für vegane Rohköstlichkeiten und zuckerfreien Süßigkeiten-Ersatz in Form von Riegeln und Energiekugeln.

 4. Fleischersatzprodukte

Vegan werden mit Fleischalternativen ist ein einfacher Schritt. Sie machen zwar oft nicht mehr als 5-10 Prozent einer Vegan werden mit veganer Salamiveganen Durchschnittsernährung aus – dennoch sind Fleischalternativen wie Würste, Bolognese-Schnetzel, Salami & Co. aus Soja, Seitan und Tofu im Bewusstsein ganz vorn – denn gerade, wenn die vegane Ernährung noch ungewohnt und neu ist, tut es gut, sich die Vielfalt der veganen Produktwelt vor Augen zu führen. Und die Fortgeschrittenen? Bereiten sich ihre Frikadellen und Klößchen dann aus Tofu und Gemüse ganz einfach selbst zu.

5. Veganer Schmelz und Ei-Ersatz

Das Sortiment an veganen Schmelzzubereitungen hält längst unterschiedlichste Sorten bereit, z.B. im Cheddar- oder Mozzarella-Style, zum Streichen und sogar in handlichen Scheiben. Eier lassen sich beim Backen ganz einfach mit Sojamehl ersetzen, das eine bindende Eigenschaft hat. Alternativ gibt es fertigen Ei-Ersatz für Muffins & Co.

 

Du siehst, vegan werden ist überhaupt nicht schwer. Wenn Du mehr wissen willst, über Pflanzendrinks und vegane Fleischalternativen, durchstöbere unseren Shop und lass dich von unserer Rezept-Datenbank inspirieren.

Los geht’s! Erzähl uns von deinen ersten Vegan-Tagen!

 

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Vegan durch den Alltag – 5 Tipps

 

Bildquelle:
Fotograf: Anna Engberg, Vegfoodlove.de

12. Januar 2017 6 Kommentare
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