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Wie ernährt man sich richtig? Wie viele Mahlzeiten sollte man über den Tag verteilt zu sich nehmen? Auf was sollte man am besten ganz verzichten? Heutzutage gibt es zahlreiche Ernährungstrends und noch mehr Meinungen und Ansichten darüber. Doch eine Ernährungsform erfreut sich immer mehr Beliebtheit, Lowcarb. Und genau darum dreht sich der heutige Artikel bzw. wie sich der Trend am besten umsetzen lässt ohne permanent auf alles verzichten zu müssen, vegane Lowcarb Pizzagerichte.

Was genau ist nochmal Lowcarb?

Lowcarb (englisch carb, Abkürzung für carbohydrates) ist eine englische Bezeichnung für eine Ernährung bei der weitestgehend auf Nahrungsmittel mit Kohlenhydraten verzichtet wird bzw. der Anteil an kohlenhydratreichen Lebensmittel möglichst gering gehalten wird. Hintergedanke ist der, dass durch die reduzierte Aufnahme, eine Stoffwechselumstellung stattfindet und so der Körper vermehrt auf die eigenen Fettreserven zur Energiegewinnung zurückgreift und schlussendlich so eine Gewichtsabnahme begünstigt.

Warum vegane Lowcarb Pizzagerichte?

Ganz einfach, weil es wahnsinnig gut schmeckt und mehr als abwechslungsreich ist. Und außerdem, wer macht schon freiwillig eine Ernährungsumstellung bei der auf Pizza verzichtet werden muss!? Die Kunst also eine Pizza a la Lowcarb zu machen ist den herkömmlichen mehlhaltigen Boden zu ersetzen. Hierfür gibt es mehr Möglichkeiten also Du jetzt vielleicht denkst.

Pizza mit Zucchiniboden

Zuerst musst Du eine Zucchini in einen mit Geschirrhandtuch ausgelegtes Sieb reiben. Anschließend die Raspeln gut auspressen. Noch ein bisschen Salz dazu und dann für ca. 5 – 10 Minuten ziehen lassen. Im Anschluss gibst Du als Bindemittel beispielsweise Leinsamen hinzu und ein bisschen veganen Käse wie beispielsweise Wilmersburger

Pizzaschmelz

Die Masse dann auf einem Blech gut ausbreiten und für ca. 15 – 20 Minuten bei 220 °C im Ofen backen. Nach der genannten Zeit den Teig kurz herausnehmen, wenden, mit Tomatensauce bestreichen und mit Deinen Lieblingstoppings belegen sowie reichlich Käse bestreuen. Danach kommt die Pizza nochmals für ca. 15 Minuten in den Ofen uuund fertig!

Wassermelonen Pizza

Ja Du liest richtig, Wassermelonen Pizza. Zugegeben hierbei handelt es sich um eine wirklich exotische Variante der ursprünglichen Pizza und hat auch wirklich nicht mehr so viel mit dieser Gemeinsam, ausprobieren solltest Du es aber trotzdem mal. Für den Boden nimmst Du am besten eine große Wassermelone, diese dann halbieren und anschließend an der dicksten Stelle eine 2 bis 3cm breite Scheibe abschneiden. Diese wiederum dann in 8 gleichgroße Stücke aufteilen. Als Topping passen hier vor allem Rucola, Oliven und veganer Hirtenkäse.

Wirklich lecker und auf jeden Fall Lowcarb.

Auberginenpizza

Eine weitere absolute Empfehlung unsererseits ist die Auberginenpizza bzw. Minipizzas aus Auberginen. Sie sind das perfekte Fingerfood und auf jeder Party ein Hingucker. Das tolle ist, dass dieses vegane Lowcarb Pizzagericht auch in der Zubereitung wirklich einfach ist. Und so machst Du’s: Eine Aubergine nehmen und gründlich waschen. Danach schneidest Du sie in gleichmäßige Scheiben und legst diese auf einem Küchentuch aus. Die optimale Dicke ist so ca. 2cm. Um die Flüssigkeit der Auberginen zu entziehen, bestreust Du die einzelnen Scheiben beidseitig mit Salz. Nach einer Wartezeit von ca. 20 Minuten müssen die “Minipizzaböden” noch trockengetupft werden damit Du diese anschließend mit Olivenöl bestreichen kannst. Wahlweise noch italienische Kräuter mit rauf und schon kannst Du das Ganze für ca. 30 Minuten in den Ofen bei 200 °C packen. Nach dem die Scheiben gar sind belegst Du diese mit den gewünschten Zutaten. Was auf gar keinen Fall fehlen darf ist die Tomatensauce und der geriebene Käse. Ansonsten eignen sich diverse Kleinigkeiten wie beispielsweise Basilikum oder auch Mais. Nachdem Du die Pizzas nach deinem Ermessen belegt hast, kommen diese nochmal für ca. 5 Minuten in den Ofen, bis der Käse schön geschmolzen ist und schon sind deine Auberginen-Mini- Pizzas fertig.

Fazit

Diese kleine Auswahl vegane Lowcarb Pizzagerichte macht relativ deutlich, dass mit einer Lowcarb Ernährung keinesfalls auf alles verzichtet werden muss, zumindest die Pizza kommt nicht zu kurz. Gerade an der Pizza ist das schöne, dass diese so wandelbar ist und somit immer wieder zu einem neuen Geschmackserlebnis wird. Welche ausgefallenen Pizzavarianten kennst Du sonst noch? Teile es uns in einem Kommentar mit!

1. Oktober 2017 0 Kommentare
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Big in Japan

Für Vegetarier ist es schon immer einer der besten Alternativen, um unbeschwert mit Freunden essen zu gehen. Die Auswahl ist groß und die Geschmäcker vielfältig und abwechslungsreich. Hier ist wirklich für jeden was dabei, egal ob klassisch, würzig und pikant oder exotisch. Die Rede ist von Sushi. Doch wie vegan ist das japanische Gericht und wie stelle ich mein eigenes veganes Sushi her? Wir sagen es dir!

Ursprünglich handelte es sich beim Sushi gar nicht um ein Gericht. Vielmehr war es eine traditionelle Konservierungsmethode bei der gefangener Fisch mit gekochtem Reis in Gefäßen eingelegt wurde, um diesen so über mehrere Jahre haltbar zu machen. Aus diesem Grund beinhalten die meisten Sushi-Varianten auch Fisch oder Meeresfrüchte. Doch jeder der schon mal in einem japanischen Restaurant war weiß, dass es Sushi in den unterschiedlichsten Varianten gibt. Doch wie schaut veganes Sushi jetzt genau aus?

Veganes Sushi

Hingegen der breiten Meinung bedeutet Sushi übersetzt keinesfalls “roher Fisch”. Auf Deutsch heißt es “gesäuerter Reis”, was mit dem Fermentierungsprozess beim vorher angesprochenen Konservieren zu tun hat. Und genau dieser Reis ist Hauptbestandteil und so mit der wichtigste Part eines guten Sushis. Ein zweiter wichtiger Bestandteil von der wahrscheinlich bekanntesten Sushi-Art ist das Nori- Blatt. Nori sind nichts Anderes als essbare Meeresalgen, welche getrocknet und geröstet in Blattform gepresst werden. Diese werden vor allem bei der Herstellung benötigt und ummanteln den Reis samt Inhalt. So fehlt jetzt nur noch die Füllung! Und hier sind tatsächlich mal wieder keine Grenzen gesetzt. Typische Füllung für die sogenannten Maki-Sushi (zu Deutsch “Rollen Sushi”, bestehend aus den eben erwähnten Bestandteilen, Reis, Nori + Füllung) sind:

  • ninjin = Karotte
  • kyuri = Salatgurke
  • kampyō = Hokkaidokürbis
  • nattō = fermentierte Sojabohnen

Gut machen sich beispielsweise auch Zutaten wie Avocado oder Mayonnaise. Eine der beliebtesten Maki-Varianten ist die California Roll, welche ihre Besonderheit darin hat, dass sie Inside-Out gedreht wird. Die Füllung besteht aus Gurken, Avocado, Sesam und eigentlich Surimi, eine feste Masse aus zerkleinertem Fisch, die man aber auch ganz einfach durch Sojabohnen ersetzen kann und  mindestens genauso gut schmeckt. Lecker sind auch fruchtige Varianten mit beispielsweise Mangostückchen oder eine Kombo aus Mango und Avocado. Neben den Maki gibt es noch viele verschiedene Sushi-Varianten, welche sich aber vor allem in der Zubereitung und im Anrichten unterscheiden. Was natürlich keinesfalls fehlen darf sind die typischsten Sushi-Begleiter die es gibt, Sojasauce und Wasabi. Wie Du siehst, gibt es wirklich zahlreiche Möglichkeiten für veganes Sushi. Somit kannst Du das nächste Mal ganz ohne Bedenken mit zum Running-Sushi gehen und brauchst definitiv keine Angst davor haben, nicht auf Deine Kosten zu kommen. Falls Du nun aber doch lieber selbst dein eigenes Sushi machen willst, haben wir hier ein paar Tipps für Dich parat.

Veganes Sushi – Tipps zum Selbermachen

Gleich eines vorne weg. Eine richtige Ausbildung zum Sushi-Meister und somit zum perfekten Sushi dauert nicht ohne Grund über 15 Jahre. Mit ein paar Tricks schaffst Du aber auch ohne lange Ausbildung ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis. Wie immer zählt: Übung macht den Meister!

Das Zubehör

Das wichtigste Zubehör zum Sushi zubereiten ist eine Rollmatte. Diese besteht meist aus Bambus und dient dazu, das Sushi ordentlich zu formen. Zusätzlich brauchst Du noch einen Topf und Sieb für den Reis oder wahlweise auch einen Reiskocher, sowie scharfe Messer zum Zutaten schneiden.

Die Zutaten

Zu den absoluten Grundzutaten gehören Sushi-Reis, Nori-Blätter und die gewünschten Zutaten für eine Füllung. Zusätzlich benötigst Du zum Würzen Soja- Sauce, Wasabi und Ingwer. Gerade beim Reis solltest Du darauf achten, dass es tatsächlich Sushi geeigneter Reis ist, da dieser besonders gut kleben muss.

Kleiner Tipp: Oft gibt es umfangreiche Starter Sets, in denen alle benötigten Zutaten sowie das passende Zubehör enthalten sind.

Die Zubereitung

Zuerst wird das Noriblatt auf die Bambusmatte gelegt (Achtung: glänzende Seite nach oben. Anschließend wird der Reis auf dem Blatt verteilt (ca. 1 cm hoch reicht völlig aus). Wichtig, zu den Rändern muss ca. 1 cm bzw. zum oberen sogar 2 cm frei gelassen werden, damit sich die Rolle ordentlich formen lässt. Nun geht es an die Füllung. Hierfür das untere Drittel des mit Reis belegten Noriblatt je nach Belieben belegen. Anschließend muss nur noch mit Hilfe der Bambusmatte die Füllung in das Noriblatt eingerollt werden. Dies bedarf etwas Übung aber wird mit der Zeit immer besser. Zum Schluss muss die Rolle nur noch in kleiner Stücke geschnitten werden und fertig. (Am besten erst halbieren und dann fortfahren). Fertig!

Weitere Tipps

Tipp 1: Die Zutaten für die Füllung in kleine, dünne Streifen schneiden. So wird gewährleistet, dass diese dann auch gut in die Sushi-Rolle passen.

Tipp 2: Zwischen Nori und Bambusmatte eine Frischhaltefolie legen. Somit bleibt die Sushi-Rolle ganz und es bleibt kein Reis kleben.

Tipp 3: Finger und Messer mit Essigwasser anfeuchten, somit lässt sich der klebrige Reis besser verarbeiten.

Tipp 4: Vor allem bei den ersten Versuchen nicht zu viel Reis und Füllung verwenden.

Fazit

Egal ob im Restaurant oder selbstgemacht, Sushi ist ein optimales veganes Gericht, welches sehr abwechslungsreich und immer lecker ist. Hast Du selbst auch schon Sushi gemacht? Wie waren Deine ersten Versuche? Teile es uns in einem Kommentar mit.

17. September 2017 0 Kommentare
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Algen – eine gesunde Ergänzung für Veganer?

Algen sind in aller Munde. Nicht erst seit die japanische und koreanische Küche hierzulande Einzug gehalten haben. Besonders in veganen und vegetarischen Gerichten und Rezepten kommen Algen immer öfter vor. Deshalb wollen wir euch hier einen Überblick über unsere Algen-Serie geben und verraten, wie sich Algen in der Küche allgemein verwenden lassen und welchen gesundheitlichen Nutzen sie für Veganer haben.

So gesund sind Algen

Algen, das ist bekannt, sind fettarm, proteinreich und liefern Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Nicht zuletzt deshalb gilt die japanische, besonders algenreiche Küche als eine der gesündesten überhaupt. Doch Alge ist nicht gleich Alge, und nur rund 500 für den Menschen essbare Algenarten sind überhaupt ausreichend erforscht.* Makroalgen wie Dulse und Nori (Rotalgen) und Wakame (Braunalge) liefern dem Körper mehrfach ungesättigte Fettsäuren, u.a. Omega-3-Fettsäuren, die der Mensch sonst nur aus dem Verzehr von Fisch aufnimmt.** Veganer profitieren vom Algen-Verzehr auch hinsichtlich ihres Gehalts an Vitamin B12. So sollen u.a. Chlorella und Nori-Algen laut einer finnischen Studie die B12-Zufuhr bei Veganern grundsätzlich verbessern, jedoch sind sie als alleiniges B12-Supplement nicht ausreichend.*
Nahrungsergänzungsmittel wie die Mikroalge Chlorella (Grünalge) und Spirulina (Blaualge) werden hierzulande als Superfood in Pulver- und Tablettenform verkauft. Diese kleinsten Algenteilchen versorgen den Körper mit wertvollen Mikronährstoffen und Antioxidanzien. Für die Küche daheim sind dagegen eher die großen Makroalgen interessant.

Kein Wundermittel

Trotz des derzeitigen Algen-Hypes muss man allerdings einräumen, dass sich der Vitalstoffgehalt von Algen nicht immer so eindeutig bestimmen lässt wie bei konventionellem Obst und Gemüse. Das liegt daran, dass die Vitalstoffwerte je nach Herkunftsgebiet schwanken können. Zudem reichern sich mitunter Schwermetalle in Algen an, die bei einem sehr häufigen Konsum ähnlich wie bei Fisch bedenklich sein können.* Beim Kauf sollte man außerdem auf den Jod-Gehalt achten. Inzwischen werden allerdings viele Algenprodukte in Süßwasser gezüchtet und sind daher unbedenklich.

Wie Algen sich in der Küche verwenden lassen

Während Algen im asiatischen Raum überwiegend frisch auf den Tisch kommen, müssen Europäer normalerweise mit getrockneten Algenprodukten vorlieb nehmen. Bekannt ist bei uns vor allem die Nori-Alge, mit deren getrockneten Blättern sich Sushi und Maki zubereiten lassen. In asiatischen Supermärkten und in unserem Shop finden Neugierige aber auch andere verarbeitete Algenprodukte wie z.B. getrocknete Algen als salziger Snack oder zerrieben zum Würzen von Speisen. Außerdem lassen sich fast alle Algen ebenso wie anderes Gemüse dünsten, braten und kochen und zu Salat sowie als Spaghetti-Gemüse zubereiten.

Algen-Aufstriche für Veganer

Im Zuge meiner Algen-Recherche habe ich den veganen ALGEN BROTAUFSTRICH wie Leberwurst  getestet, der aus Kidney-Bohnen, Tofu und Zuckertang hergestellt wird. Tatsächlich ähnelt er erstaunlich dem „Leberwurst“-Geschmack auf dem Brot, wobei die maritime Algennote nur ganz zart vorschmeckt. Ebenfalls in unserem Shop findet ihr den veganen ALGEN BROTAUFSTRICH Hummus mit Tomate.

Was man sonst noch aus Algen zaubern kann

Mittlerweile sind die gesunden Algenzusätze auch in zahlreichen veganen Ersatzprodukten für Fleisch zu finden, wie z.B. unseren Algen Grillburgern  und der Algen Currywurst.
Übrigens wird aus Algen auch der vegane Gelatine-Ersatz Agar-Agar gewonnen, den ihr zum Gelieren von Pudding, Marmelade sowie zum Festigen von Torten verwenden könnt.

Welche tollen Algen-Rezepte könnt ihr empfehlen?

Quellen:
* http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/algen-als- lebensmittel-wie- gesund-sind-kombu-wakame- nori-und- co-a- 1108614.html
** http://www.biothemen.de/Qualitaet/algen/wakame-nori- kombu.html
https://www.welt.de/gesundheit/article133416359/Warum-Algen- als-neues- Gesund-Gemuese-taugen.html
http://www.brigitte.de/gesund/ernaehrung/ernaehrungs-trend- -sind- algen-wirklich- so-gesund–10098684.html

27. August 2017 0 Kommentare
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vegane Putzmittel selbst machen

Wer sich dazu entscheidet fortan vegan zu leben, trifft diese Entscheidung oft nicht nur für seine Lebensmittel. Vegan leben geht auch über den Tellerrand hinaus. Viele achten darauf, dass ihre Kleidung vegan produziert wurde, nutzen Kosmetika nur noch ohne tierische Bestandteile ohne Tierversuche oder putzen und waschen sogar vegan.

Aber, wie putzt bzw. wäscht man eigentlich vegan?
Die bekanntesten Marken, die vegane Produkte dafür anbieten sind AlmaWin, Frosch, Sodasan oder Sonett. Die meisten dieser Putz- und Waschmittel sind auch preislich noch erschwinglich, allerdings ökologisch keine Glanzleistung. Meistens kommen die Mittelchen in Plastiktüten- oder Flaschen daher, die man jedes Mal direkt neu mit kauft. Vor einiger Zeit habe ich mich mit diesem Problem schon einmal auseinander gesetzt, da ich nun auch bewusst auf die Verwendung von Plastik verzichten möchte. Zugegeben war dieses Unterfangen gar nicht so einfach, aber gerade wenn es darum geht vegane Putzmittel selbst zu machen klingt das Ganze schwerer als es ist. Ich habe sogar die Erfahrung gemacht, dass die selbst gemachten Putzmittel zum einen freundlicher zu meiner Haut und meiner Nase sind und zum anderen sogar besser und zuverlässiger reinigen.

Vegane Putzmittel selbst machen

Vielleicht kennst Du auch die Hausmittelchen Deiner Großeltern, wenn der Abfluss mal dicht ist?
Die meisten dieser Hausmittelchen sind nämlich schon von Hause aus vegan und kinderleicht in der Anwendung. Für einen verstopften Abfluss braucht es nur etwas Backpulver, ein wenig Essig und das Rohr ist im Handumdrehen wieder frei. Auf demselben Weg bekommst Du auch problemlos angebrannte Töpfe wieder strahlend. Es gibt allerdings Putzmittel die in vielen Haushalten oft unabdingbar sind – ein universeller Reiniger, Waschmittel, Glasreiniger und ggf. sogar eine Holzpolitur. Und es ist gar nicht so schwer vegane Putzmittel selbst zu machen. Versprochen!
Alles was Du dafür brauchst findest Du sogar bei ALLES-VEGETARISCH.DE oder hast es ohnehin schon im Küchenschrank. Essig ist in vielen Mitteln die Hauptzutat und keine Angst, Deine Wohnung riecht danach nicht wie eine Essiggurkenfabrik – solange Du einige Tipps beachtest! Essig hat aber einfach den Vorteil, dass er 99% der Bakterien von Hause aus abtötet und ist somit unabdingbar im Putzmittelschrank. Ich habe in den letzten Monaten einige Bücher und Webseiten durchforstet, viel ausgetestet (Bin dabei oft gescheitert) und einiges dabei abgeändert. Dabei raus gekommen sind Putzmittel die ich seitdem nicht mehr missen möchte. Vielleicht ist ja auch der eine oder andere wertvolle Tipp für Dich dabei, wenn Du Dich fortan auch dazu entscheidest deine veganen Putzmittel selbst zu machen!

Universalreiniger

Wie ich bereits erwähnte ist Essig die Quintessenz der meisten hausgemachten Reinigungsmittel – also nutzt man ihn Veganer Universalreiniger selbst gemachtnatürlich auch um vegane Putzmittel selbst zu machen. Der Geruch ist so ein Thema mit dem ich anfangs noch etwas zu kämpfen hatte. Aber da gibt es einen ganz einfachen und natürlichen Trick: Zitronenschalen und Rosmarin!
Um den perfekten Universalreiniger zu zaubern braucht es nicht mehr als eine Sprühflasche, 300 ml Essig, 500 ml Wasser, eine Zitrone und 3 Zweige Rosmarin. Von der Zitrone braucht es nur die Schale. Am besten also einfach die Zitrone halbieren, auspressen und die Reste in Stücke schneiden. Alle Zutaten kommen zusammen in die Sprühflasche und schon hast Du nach einem Tag Wartezeit einen Universalreiniger, der sogar mit etwas Backpulver und einer Zahnbürste Deinen Teppich reinigt.
Und noch viel mehr! Mit Zugabe von 4 EL Olivenöl hast Du im Handumdrehen sogar eine super Holzpolitur. Diese sollte dann allerdings in eine herkömmliche Flasche ohne Sprühkopf und vor Gebrauch immer ordentlich geschüttelt werden.

Badreiniger ohne Essig

Wenn Du Dich mit dem Essig so gar nicht anfreunden kannst – vor allem im Bad – gibt es natürlich auch noch einen Weg ohne Essig. Hierfür benötigst du eine große Schüssel, ebenfalls eine Sprühflasche, 50 Gramm Kernseife, 2 EL Natron und 500 ml kochendes Wasser. Natron wirkt geruchsbindend und ist daher gerade im Bad echtes Gold wert.
Los geht’s mit dem Reiniger!
Zuerst musst Du die Kernseife mit Hilfe einer Käsereibe zerkleinern. Anschließend kommt die Seife zusammen mit dem Wasser in die Schüssel und dann heißt es rühren, rühren, rühren, bis die Seife komplett aufgelöst ist. Die Lauge auskühlen lassen und final kommt das Natron zusammen mit der Lauge in die Sprühflasche. Wenn Dir der Geruch noch zu neutral ist, kannst Du auch noch einige Tropfen ätherisches Öl dazu geben. Wenn Du mit dem Reiniger auch Kalk in die Mangel nehmen oder Glas reinigen willst, dann nimmst Du einfach 50ml Deines Badreinigers und füllst ihn in eine neue Flasche – mit dazu kommen der Saft von zwei Zitronen und 600 ml Wasser. Fertig!

Waschmittel und Weichspüler

Wenn es Dir nicht reicht nur Deine veganen Putzmittel selbst zu machen, dann kannst Du noch einen Schritt weiter gehen Veganes Waschmittel selbst machenund Deine Wäsche auch problemlos vegan waschen. Zitronensäure  ist der einfachste Weichspüler-Ersatz den es gibt. Die Wäsche ist danach flauschig wie eh und je und dafür braucht es keine Tonnen an flüssigem Super-Weichspüler. Also kannst Du ganz einfach ein All in One-Waschmittel selbst zaubern, in dem der Weichspüler direkt integriert ist.

Für Waschmittel gibt es direkt zwei Varianten – eine die Du komplett aus der Natur nimmst und eine für die Du einige Dinge kaufen musst. Ich persönlich habe die beste Erfahrung mit letzterem gemacht. Hier gilt aber probieren geht über Studieren! Für die kostenlose Variante braucht es nur eine Hand voll Rosskastanien, die Du im Herbst überall sammeln kannst oder 2 Hand voll Efeu und 500 ml Wasser. Die Kastanien vierteln oder den Efeu klein schneiden, in ein verschließbares Glas geben und mit dem Wasser übergießen. Die Mischung lässt Du einfach mindestens einen Tag stehen und beim schütteln des Glases wirst Du die Schaumbildung schon bemerken. Das ist es schon! Das Waschmittel durch ein Sieb zu jeder Wäsche dazu geben. Hier ist allerdings der Geruch sehr neutral bis hin zu “blättrig“. Wenn Du es lieber etwas duftender und flauschiger magst greifst Du am besten zu der zweiten Variante. Dafür braucht es ähnlich wie für den Badreiniger 50 Gramm Kernseife, 2 EL Natron und dann allerdings 2 Liter kochendes Wasser. Hier gehst Du wie bei dem Badreiniger vor: Kernseife hoben, in der Hälfte des Wassers auflösen und am Ende alle restlichen Zutaten vermengen. Zusätzlich kommen noch 5 EL Zitronensäure für den Flauscheffekt dazu und ein ätherisches Öl Deiner Wahl. Die Mischung füllst Du nun einfach in große Gläser oder in alte, ausgewaschene Waschmittelflaschen – vor dem Gebrauch schüttelst Du die Flasche nochmal ordentlich und gibst die herkömmliche Menge Waschmittel zu jeder Wäsche dazu.

Wie Du siehst, vegane Putzmittel selbst zu machen ist nun wirklich kein Hexenwerk! Man fühlt sich vielleicht etwas wie in einer Hexenküche, wenn man einmal angefangen hat all die Zutaten zu den finalen Mittelchen zu verrühren, aber eine Kunst ist es nun wirklich nicht. Der Vorteil daran ist, dass Du Deinen Geruch bei allem selbst bestimmen kannst, durch Zugabe von diversen ätherischen Ölen. Und – Du verzichtest nicht nur auf Tierversuche und tierische Bestandteile sondern sparst auch noch eine Menge Geld und vor allem Plastik. Der nächste Schritt wäre dann noch Deine selbst gemachte Zahnpasta aus Kokosöl, Natron und Minzöl.
Wie Du siehst, im Grunde kannst Du alles selbst zaubern mit ein paar wenigen Handgriffen.

Und was ist Dein liebstes Hausmittelchen?

31. Januar 2017 0 Kommentare
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Stelle Dich und Deinen Vegan-Blog bitte kurz vor.
Ahoi, ich heiße Sarah und betreibe seit Oktober 2010 den Food-Blog „Vegan Guerilla“. Auf meinem Blog findet ihr in erster Linie Rezepte für jede Gelegenheit – über die Jahre haben sich mehrere hundert vegane Gerichte angesammelt. Kochen gehört zu meinen liebsten Beschäftigungen. Obwohl ich keine ausgebildete Köchin bin, habe ich in der Vergangenheit für verschiedene vegane Restaurants in der Küche gestanden. 2011 erschien außerdem mein erstes Kochbuch „Vegan Guerilla – die Revolution beginnt in der Küche“. Aktuell arbeite ich an einem neuen veganen Kochbuch, welches im Sommer 2017 im Ventil Verlag erscheinen wird.

Sarah vom Vegan-Blog "Vegan Guerilla"Darüber hinaus blogge ich auch über andere Themen mit Veganismus-Bezug, wie z.B. Filme und Bücher zu den Themen Tierrecht und Umweltschutz, Veranstaltungen, vegane Produkte und auch über meine Reisen.
Als Zuhause würde ich Hamburg bezeichnen, allerdings mit Einschränkung: Dort lebe ich seit etwa zehn Jahren, habe jedoch insgesamt ca. drei davon verschiedene Länder Lateinamerikas bereist und dort zum Teil gelebt. Daher spreche ich unter anderem auch Spanisch und Portugiesisch und habe kürzlich meinen Master in Lateinamerika-Studien beendet. Obwohl ich Hamburg liebe würde ich Europa gerne in ein paar Jahren den Rücken kehren um irgendwo in der Ferne und Wärme zu leben und dort am liebsten ein kleines Hostel mit veganem Café eröffnen. Privat kann ich nicht ohne meine tägliche Dosis Koffein, bin Schokoladen- und Avocado-Junkie, spiele einigermaßen Ukulele, singe dafür aber schlecht und habe am liebsten Punkrock auf den Ohren.

Warum hast Du Dich entschlossen zu bloggen und was sind Deine Lieblingsthemen (und warum)?
Das haben irgendwie andere für mich beschlossen: Das es “Vegan Guerilla” gibt, ist eigentlich einerseits meinem Exfreund und andererseits meinen damaligen KollegInnen zu verdanken. Irgendwo zwischen ab und an etwas gebackenes auf die Arbeit mitbringen, „gib mir mal das Keks-Rezept“ und „Fotografieren und Kochen sind doch eh deine Hobbys“ ging Vegan Guerilla online.
Meine Lieblingsthemen ergeben sich ohnehin aus dem Schwerpunkt meines Blogs: vegane Rezepte, die anderen Menschen zeigen sollen, dass es nicht schwer ist sich abwechslungsreich vegan zu ernähren, auch wenn im Alltag oft die Zeit fehlt stundenlang in der Küche zu stehen. Aufgrund meiner Leidenschaft für Lateinamerika und Reisen mag ich persönlich jene Gerichte am liebsten, die aus diesen Regionen inspiriert sind – schmeckt irgendwie nach Urlaub!

Was glaubst Du schätzen Leser von veganen Blogs am Meisten?
Inspirationen für den eigenen Teller und Hilfe beim Einstieg in ein veganes Leben.

Lebst Du selbst vegan, wenn ja wie lange schon und was war der Auslöser?
Mittlerweile lebe ich seit ca. sieben Jahren vegan. Vorher war ich längere Zeit Vegetarierin. Der Umstieg ging bei mir sehr schleichend vonstatten: Zunächst blieben frische Eier weg, dann verarbeitete Ei-Produkte, kurz darauf auch Milch. Zum Schluss „hakte“ es nur noch am Käse. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt viele VeganerInnen in meinem Umfeld und habe dann irgendwann beschlossen, mich für einen Monat testweise vegan zu ernähren. Allerdings zunächst heimlich, da mir einige Argumente meiner FreundInnen ziemlich auf den Sack gingen und ich der Überzeugung war, dass meine Ernährung als Vegetarierin ethisch korrekt sei. Aus diesen persönlichen Erfahrungen entstand später auch meine Art zu bloggen und die Tatsache, dass ich den Menschen lieber mit leckerem Essen statt erhobenen Zeigefinger zeigen will, dass eine vegane Küche und auch ein veganes Leben nicht nur easy machbar, sondern ebenso lecker sind. Eine Herangehensweise die bei mir damals sicherlich auch eher gefruchtet hätte, als die Argumente die mir als Veggie regelmäßig um die Ohren flogen – auch wenn selbst aus ethischen Gründen vegan lebe. Während meines „veganen Testmonats“ schaute ich jedenfalls viele Dokus, informierte mich über das Internet und durfte dabei feststellen, dass meine FreundInnen recht hatten. Entsprechend bin ich nicht nur bei der veganen Ernährung geblieben, sondern habe ich auch andere Bereiche meines Lebens umgestellt.

Ist Veganismus heutzutage weniger dogmatisch als noch vor 10 Jahren?
Das finde ich schwer zu generalisieren. Ich denke aber schon, dass sich mit der wachsenden Zahl an VeganerInnen und veganen Produkten auf dem Markt auch der Umgang mit dem Thema Veganismus geändert hat, facettenreicher und teils auch undogmatischer geworden ist.

Welches ist Dein Lieblingsprodukt/Deine Lieblingsmarke in unserem Shop und warum?
Da gibt es so viele, das ist echt schwer.
Der Vego-Schokoriegel ist verdammt lecker und die 150g Tafel hat wenigstens mal eine vernünftige Größe für Schokolade. Die Vantastic Foods Fleischersatz Produkte mag ich auch sehr gerne. Im Sommer sind die veganen Big Steaks mit leckerer selbstgemachter Marinade meinen absoluten Grill-Favoriten.

Wie stehst du zum Thema vegane Fleischalternativen, die aussehen und schmecken „wie das Original“?
Soja, Seitan und Tempeh mag ich sehr gerne. Produkte wie vegane Shrimps oder ganze „Enten“ finde ich persönlich allerdings ziemlich gruselig. Trotzdem finde ich es okay, dass es diese Produkte gibt – die Nachfrage besteht ja scheinbar auf dem Markt und natürlich ist es mir lieber, wenn dann jemand zur nachgebauten Fake-Ente greift als zur ehemals lebendigen.

Mit wem würdest Du gerne einmal vegan kochen, was würde es geben und wie romantisch ist die Tischdeko?
Mit Justin von The Lotus and the Artichoke. Haben wir schon mehrfach geplant, bisher hat es leider nicht geklappt. Auf den Tisch käme eine spannende Fusion-Küche aus der ganzen Welt. Ich bin nicht so der Deko-Fan und wähle daher als Tischdeko Bier.

Wo würdest Du gerne Deinen nächsten Urlaub verbringen und warum?
Am liebsten würde ich meinen Backpack packen und durch Ecuador, Venezuela und Kolumbien fahren. Das sind die letzten Länder Lateinamerikas die ich noch nicht kenne. Danach ist dann vielleicht auch mal ein neuer Kontinent an der Reihe.

Was ist das erste was Dir zu folgenden Stichworten einfällt?

[VERBOT VON FLEISCHNAMEN für vegane Produkte]
Fleischtomaten, Zimtschnecken, Babyöl, Jägerschnitzel, Baumkuchen…was für eine verwirrende Welt. Welch ein Drama, wenn da die vegane Bratwurst vegane Bratwurst heißt. Zumal ein Tier natürlich in Bratwurstform geboren wird.
Schmidt hat scheinbar keine anderen Probleme und verdient meiner Meinung nach selbst den Titel „Wurst“.

[Silvester FEUERWERK]
Unnötiger Müll und Lärm. Finden nicht nur Hunde scheiße, ich verkrieche mich da lieber auch.

[B12]
Sollte man als VeganerIn durchaus supplementieren. Ich bin schlecht im an-Tabletten-denken und nutze daher am liebsten die B12-Zahnpasta von Santé.

 

ZUM BLOG: Vegan Guerilla

24. Januar 2017 1 Kommentar
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Stelle Dich und Deinen Blog bitte kurz vor.
Ich bin Anna, 31 Jahre alt und blogge auf “Vegfoodlove” über gesunde, vegane Ernährung und Rezepte – vom frittierten Tofu über indische Spezialitäten bis zum Rawfood-Dessert. Außerdem stelle ich interessante pflanzliche Produktalternativen vor – von der Hafermilch bis zum Nuss-Käse – aber nur solche, die ich auch selbst gern esse und weiter empfehlen kann.
Die Grundidee ist: fleischloses und pflanzlich-basiertes Kochen und Zubereiten soll auch für Unentschlossene und Unerfahrene interessant und umsetzbar werden – deshalb poste ich auch keine ellenlangen Zutatenlisten, sondern setze bei den Basics an. Wer mehr möchte, kann dann in die Rubriken „Weltenbummler“ und „Kochprofis“ schauen!

 

Warum hast Du Dich entschlossen zu bloggen und was sind Deine Lieblingsthemen (und warum)?
Ich wollte schon lange ein Sprachrohr, um über vegane Inhalte zu schreiben – und Menschen anzusprechen, die dafür offen Anna vom Vegan-Blog "Vegfoodlove"sind. Dafür ist ein Blog ideal. Am liebsten blogge ich über Themen, bei denen ich meinen Horizont erweitern kann: mal ist das ein chinesisches Wok-Gemüse, mal ein Messebesuch bei der Veggienale. Meine Lieblingsthemen sind aber die Weltenbummler-Rezepte aus aller Welt – und die „Zuckerfrei“ Rubrik.
Vegetarisch und vegan zu leben ist für mich eine Selbstverständlichkeit – für die meisten Menschen aber eben nicht. Deshalb möchte ich eine Starthilfe leisten – und für mich selbst den gesündesten Weg herausfinden. Denn: vegan leben heißt zwar ethisch, jedoch nicht gleich automatisch gesund leben. Ernährungswissen braucht man auch als Veganer. Viele vegane Hersteller haben sich leider noch nicht von der Zuckerlobby befreit – das ist schade und wird sich in Zukunft hoffentlich noch ändern.

Was glaubst Du schätzen Leser von veganen Blogs am Meisten?
Neben der Inspiration in Form von Rezepten, Produktalternativen und Videos ist natürlich der Mehrwert entscheidend. Bei Vegfoodlove ist das der Eventkalender für vegane Messen und Street Food Märkte und die Rubrik „Cityguide“, in der ich über ausgewählte Locations in Deutschland und weltweit berichte. Als Leserin inspirieren mich übrigens besonders grafisch ansprechende Vegan-Blogs mit ästhetischen Fotostrecken.

Lebst Du selbst vegan, wenn ja wie lange schon und was war der Auslöser?
Ich lebe zu 80 Prozent vegan und zu 20 Prozent vegetarisch. Seit meinem 12. Lebensjahr ernähre ich mich aus freier Entscheidung vegetarisch – für mich war das Mitgefühl mit Tieren der Auslöser, nachdem ich bei einer Italienreise in direkten Kontakt mit Bauernhoftieren kam. Meine Familie war immer rücksichtsvoll und bemüht mir als Teenager alternative Gerichte anzubieten. Mittlerweile bin ich selbst Mutter und freue mich, dass meine komplette Familie vegetarisch lebt. Wir befürworten eine vegane Lebensweise und deshalb stehen bei uns im Kühlschrank fast ausschließlich vegane Produkte. Gästen biete ich zum Beispiel lieber eine Soja- oder Hafermilch zum Kaffee an, denn ich möchte bei der Ausbeutung in der Milch-Industrie nicht länger mitmachen.

Ist Veganismus heutzutage weniger dogmatisch als noch vor 10 Jahren?
Auf jeden Fall. Wer heute vegan lebt, hat kein Außenseiter-Image mehr. Sogar in deutschen Kleinstädten ist das vegane Angebot mittlerweile angekommen und weckt reges Interesse. Leider ist das vegan Leben deshalb nicht unkomplizierter geworden. Neulich habe ich eine afghanische Ofenkartoffel mit Aubergine und Okra bestellt und hatte dann plötzlich Käse und Sauerrahm als Topping.
Ich muss aber zugeben: Wer sich vor allem in vegetarisch-veganen Kreisen bewegt so wie ich und dann auch noch bevorzugt im Bioladen, Reformgeschäft oder Internet-Fachhandel einkauft, bekommt oft nur noch einen Bruchteil der Realität mit – umso schockierter bin ich jedes Mal, wenn ich feststelle, wie fest der Fleisch- und Milchkonsum in so vielen Haushalten und Köpfen immer noch verankert ist.

Welches ist Dein Lieblingsprodukt/Deine Lieblingsmarke in unserem Shop und warum?
Ich habe kürzlich den veganen Scheibenkäse Simply V „Kräuter“ ausprobiert und war echt beeindruckt, dass man aus Mandeln (!) eine so fantastisch schmeckende Käse-Alternative kreieren kann. Viele vegane Käse-Alternativen haben in puncto Geschmack und Festigkeit noch deutlich Potenzial für Verbesserung, aber dieser Mandel-Käse mit Knoblauch und Kräutern hat mich wirklich überzeugt. Meine Lieblingsmarke ist übrigens Oatly: die Hafermilch aus Schweden bestelle ich online auf Vorrat und verwende sie für Milchschaum im Kaffee. Auch mit Sahneersatz habe ich gute Erfahrungen.

Wie stehst du zum Thema vegane Fleischalternativen, die aussehen und schmecken „wie das Original“?
In meinen ersten vegetarischen Jahren habe ich keinerlei pflanzliche Wurst- und Fleisch-Alternativen konsumiert, weil ich immer den Gedanken an das Tier dabei hatte und fand, dass man die industrielle Form von totem Tier nicht imitieren muss. Inzwischen esse ich auch mal ein Sojawürstchen oder eine vegane Salami. Es gibt etliche gut schmeckende Produkte – ob Imitat oder nicht. Trotzdem würde ich immer eine Frikadelle aus frisch geraspeltem und gebratenem Gemüse, Hirse & Co. bevorzugen, da ich Fertigprodukte generell eher ablehne und in vielen Fleischalternativen leider Zucker enthalten ist.

Mit wem würdest Du gerne einmal vegan kochen, was würde es geben und wie romantisch ist die Tischdeko?
Ich würde mich gerne noch mehr in Clean Eating vertiefen und hätte Spaß daran, mal eine komplett rohvegane Mahlzeit zuzubereiten. Das könnten zum Beispiel Buchweizenknödel in einer superfrisch gemixten Kräutersoße sein. Als Expertin an meiner Seite würde ich mich mit der holistischen Food Bloggerin Sarah Britton aus Kanada treffen – sie zaubert fantastische Gerichte aus Kräutern, Nüssen, Samen und anderen Superfoods. Vitamine und Nährstoffe pur!
Tischdeko? Mir gefällt die Esskultur der Japaner am besten: sitzend auf dem Boden mit Sitzkissen und, wenn überhaupt, einem Mini-Tisch. Oder im Freien essen, im Garten oder einem Park, das ist auch schön.

Wo würdest Du gerne Deinen nächsten Urlaub verbringen und warum?
In Indonesien – weil es dort gerade für Veganer und Vegetarier so interessantes Essen gibt und ich gerne mal einen Kochkurs vor Ort machen würde. Fremdländisches Essen zieht mich magisch an – die deutsche Küche ist für Veganer aus meiner Sicht ziemlich langweilig.

Was ist das erste was Dir zu folgenden Stichworten einfällt?

[KUNSTPELZ]
Ich fand Pelz noch nie attraktiv – warum soll man mit etwas herumlaufen, das wie Tierfell ausschaut? Aber für eine vegane Fashionista ist das vielleicht ein guter Kompromiss.

[Veganes TIERFUTTER]
Wird leider viel zu oft belächelt. Ich werde das in Kürze bei unserer Katze testen.

 

ZUM BLOG: Vegfoodlove

20. Januar 2017 1 Kommentar
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Stelle Dich und Deinen Blog bitte kurz vor.
Ich bin Bella und ich bin der Kopf hinter “Filling Your Mind“. Auf meinem Blog schreibe ich über Themen die mich täglich beschäftigen und liefere Rezepte zu veganem Essen. Eigentlich wie jeder andere vegane Blog auch! Auf “Filling Your Mind” finden sich aber nicht nur Beiträge über Essen sondern auch gerne mal generelle Tipps, Reviews zum Thema Veganismus oder meine private Sichtweise zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Ich denke so etwas macht dann nochmal den persönlichen und eigenen Charme eines jeden Blogs aus. “Filling Your Mind” hat mich durch viele Lebenslagen begleitet und das merkt man dem Blog glaube ich auch an. Neben dem Blog habe ich die letzten 8 Jahre als freie Journalistin, Mediengrafikerin und Fotografin gearbeitet. Mittlerweile arbeite ich in einer veganen Schokoladenmanufaktur (Das Bernsteinzimmer) und habe somit quasi mein Hobby zum Beruf gemacht.

Bella vom Vegan-Blog "Filling Your Mind"

Warum hast Du Dich entschlossen zu bloggen und was sind Deine Lieblingsthemen (und warum)?
Ein Jahr nachdem ich mich dazu entschieden habe vegan zu leben, habe ich Filling Your Mind gestartet. Ich wollte einfach möglichst viele Menschen mit der veganen Idee erreichen. Der Blog war zu Beginn als eine Art Sammlung all der Dinge gedacht, die gut schmecken, leicht zuzubereiten sind und dabei keinem Lebewesen schaden. Mittlerweile ist er ein Herzensprojekt und aus meinem täglichen Leben nicht mehr weg zu denken. Der direkte Austausch mit meinen Leser gibt mir unglaublich viel zurück. Lieblingsthemen habe ich gar nicht so Recht. Rezepte bestimmten den Blog, aber ich schreibe einfach über alles was mir auf dem Herzen liegt.

Was glaubst Du schätzen Leser von veganen Blogs am Meisten?
Ich denke in erster Linie Inspiration und oft auch die Authentizität der Schreiberlinge. Ich lese selbst eine Vielzahl an veganen Blogs und erfahre so oft auch Dinge die für mich auch nach Jahren noch völlig neu sind.

Lebst Du selbst vegan, wenn ja wie lange schon und was war der Auslöser?
Ich lebe jetzt bald 6 Jahre vegan. Der Auslöser dafür war tatsächlich ziemlich banal. Seitdem ich 12 war, war ich großer Fan der Sängerin P!NK, die auf ihren Konzerten oft das Peta Streetteam dabei hatte. So bin ich auf dieses aufmerksam geworden und hab relativ zügig selbst dort mitgemacht. Mit den Jahren bin ich dann auch selbst vor Ort gewesen und habe gesehen wie schlecht es den Tieren in Milch- und Eierproduktionen geht. Es hat dann noch einige Zeit gedauert bis der Groschen gefallen ist, aber im März 2011 bin ich dann von einem auf den anderen Tag komplett auf vegan umgestiegen.

Ist Veganismus heutzutage weniger dogmatisch als noch vor 10 Jahren?
In meinen Augen ist die dogmatische Haltung der meisten Veganer heute um einiges schlimmer als noch vor 10 Jahren. Heute befassen sich sichtlich mehr Menschen damit und es gibt auch einfach mehr Veganer als damals. Vegan sein ist zu einem Trend geworden und “veganerer“ zu sein als andere ist bei einigen dabei leider zu einem Zwang verkommen. Für viele Veganer ist ihre Lebensweise ein Dogma und sie versuchen es anderen Menschen schlichtweg aufzuzwingen. Nicht ohne Grund gibt es Menschen die “vegan sein“ negativ bewerten, obwohl es eine so positive Sache ist. Meiner Meinung nach kommt man damit nicht weit. Mehr Menschen erreicht man, wenn man einfach mit positivem Beispiel voran geht und seinen Mitmenschen zeigt wie einfach und angenehm Veganismus sein kann. Ich freue mich schon, wenn Menschen durch meinen Blog auf Veganismus aufmerksam werden und an einigen Tagen die Woche auf tierische Produkte verzichten. Jeder Schritt ist wertvoll! Ein Glück gibt es auch einige Veganer die das ähnlich sehen und das Dogma somit wieder ausgleichen.

Welches ist Dein Lieblingsprodukt/Deine Lieblingsmarke in unserem Shop und warum?
Festlegen wird da tatsächlich schwer! Es gibt so einige Marken und Produkte die ich bei ALLES-VEGETARISCH.DE liebe. Angefangen bei Pur Ya, über Xucker, bis hin zu Vantastic Foods selbst. Wenn ich mich allerdings festlegen muss, dann kann ich immer nur meinen aktuellen Liebling nennen, der ändert sich aber gerne monatlich. Meine aktuelle Lieblingsmarke wäre dann wohl Little Lunch – einfach, weil ich gerade jetzt zur kalten Zeit im Büro ganz gern auf die aufwärmbaren Mahlzeiten zurück greife oder zuhause, wenn mal wenig Zeit ist.
Mein Lieblingsprodukt ist allerdings eher ein “All time Favorite“: Ich nutze ganz gerne das Trockensoja von Vantastic Foods in allen Formen für schnelle Snacks oder als Zugabe für meine Bowls.

Wie stehst du zum Thema vegane Fleischalternativen, die aussehen und schmecken „wie das Original“?
Gerade am Anfang meiner Umstellung habe ich diese Alternativen geliebt! Sie machen den “Verzicht“ um einiges kleiner und erleichtern somit die Umstellung. Ich hab sogar selbst auch monatelang an einem Rezept für die perfekten Spare Ribs gebastelt. Mittlerweile esse ich selten bis nie Fleischalternativen und ziehe ein Kohlrabischnitzel der echt schmeckenden Alternative vor. Ab und an gönne ich mir aber gerne mal etwas, das mich an die alten Zeiten erinnert. Man muss den Geschmack des Originals ja nicht verabscheuen, nur weil man die Produktion davon verteufelt.

Mit wem würdest Du gerne einmal vegan kochen, was würde es geben und wie romantisch ist die Tischdeko?
Ich bin tatsächlich so gar kein Gesellschaftskoch. Ich bekoche lieber andere und das allein, weil ich ziemlich schwierig bin, wenn Dinge nicht so laufen wie sie sollen. Ich habe allerdings schon einmal mit einer indischen Familie gekocht und die traditionelle Zubereitung gelernt – als “Schülerin“ hat das tatsächlich ganz gut geklappt. Ich koche sehr oft für Freunde. Meist gibt es Sushi, Indisch oder prall gefüllte Buddha Bowls – da lege ich dann aber eher Wert darauf, dass die Teller schön sind, als der Tisch auf dem sie am Ende stehen. Das ist dann eher immer ein gemütliches Beisammensein in gemütlicher Kleidung und mit gutem Essen, an meinem Wohnzimmertisch. Ich habe allerdings seit Anfang meines veganen Lebens und Bloggens schon eine Art Mentorin – Isa Chandra Moskowitz. Von ihr würde ich gern mal lernen wie man Tempeh und Kürbis so zubereitet, dass beides sogar mir schmecken würde – dazu gibt es dann weder Tischdeko noch fancy Geschirr, aber ganz viel Punkmusik!

Wo würdest Du gerne Deinen nächsten Urlaub verbringen und warum?
Definitiv in Indien! Ich habe lange Zeit mit einer indischen Familie zusammen in einem Haus gelebt und sowohl Kultur, als auch Essen schätzen und lieben gelernt. Die Vielzahl an Gewürzen, der Respekt Tieren gegenüber, die Mentalität und Gelassenheit der Menschen und vor allem die Einfachheit des Lebens dort sind für mich u.a. Gründe dafür, dass Indien schon lange auf Platz Eins meiner Reiseziele ist.

Was ist das erste was Dir zu folgenden Stichworten einfällt?

[Superfoods]
Überbewertet! Ich nutze zwar selbst auch eine Vielzahl davon, aber man muss nicht alles kaufen oder konsumieren nur weil “super“ drauf steht. Einige der Vitamine die in diesen Superfoods enthalten sind kann man sich auch genauso gut und bequem über Obst und Gemüse holen. Gerade wenn der Geldbeutel eher klein und knapp bemessen ist.

[Höhere Mehrwertsteuer auf Tierprodukte]
Gerechtfertigt! Sojamilch und Co. werden schon immer mit 19% versteuert. Mit 7% werden laut Steuerrecht Lebensmittel versteuert die zur “Grundversorgung“ gehören und in diese Sparte gehören Fleisch, Milch und Co. lange schon nicht mehr.

[Wort des Jahres]
Träume! Das Jahr ist noch relativ jung, ich habe aber schon einige Träume konkretisiert und realisiert und habe für 2017 das Ziel so weiter zu machen.

 

ZUM BLOG: Fillingyourmind

18. Januar 2017 0 Kommentare
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