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Vegane Chips - Versteckte Zusatzstoffe

Kartoffeln oder anderes Gemüse, Fett, Gewürze: Beim Gedanken an Chips kommen wohl den Wenigsten als erstes nicht vegane Zutaten in den Sinn. Dennoch enthalten die beliebten Knabbereien gekennzeichnete und oft auch versteckte Zusatzstoffe tierischen Ursprungs.

 

Die Inhaltsstoffe

Ein paar, auf den ersten Blick klar als nicht vegan erkennbare Zutaten fallen bereits beim Lesen der Inhaltsstoffe einiger Inhaltsstofflisten auf Chipstüten ins Auge. Dazu gehören zum Beispiel Schinkenspeckpulver, Käse- oder Buttermilchpulver, Milcheiweiß, Molkepulver, Milchzucker und auch Honig. Die Chips-Sorte allein lässt allerdings nicht unbedingt darauf schließen, ob das Produkt tierische Inhaltsstoffe enthält. BBQ-Chips zum Beispiel können, aber müssen nicht, vegan sein. Zu den direkt als nicht vegan erkennbaren Inhaltsstoffen kommen außerdem solche Zusätze, bei denen nicht klar ist, ob der Ursprung pflanzlicher oder tierischer Art ist. Ein Beispiel hierfür sind die häufig, übrigens auch für sehr viele andere Lebensmittel, darunter z.B. Backwaren und Brote, verwendeten Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren (E 471). Die in einer chemischen Reaktion hergestellten Speisefettsäuren können entweder mit Hilfe pflanzlicher oder tierischer Speisefettsäuren produziert werden. Eine klare Kennzeichnung des Ursprungs der Speisefettsäuren findet in der Regel nicht statt und bleibt für den Konsumenten der Produkte entsprechend auch nicht nachvollziehbar.

 

Versteckte Zusatzstoffe

Neben den genannten, teilweise offensichtlich und teils nur potentiell, nicht- veganen Inhaltsstoffen, können Chips auch versteckte tierische Zusatzstoffe beinhalten. Lücken im Lebensmittelrecht erlauben nämlich, dass bestimmte Zusatzstoffe nicht gekennzeichnet werden müssen. Diese können auch tierischer Herkunft sein. In Chips verstecken sie sich z.B. in Aromen, welche auf der Packung nicht detailliert definiert sein müssen. Auch andere Lebensmittel sind von der Gesetzeslücke betroffen. So wird zum Beispiel auch für die Klärung von Wein oder das Klären und Zusetzen von Vitaminen in Säften oft Gelatine verwendet, welche ebenfalls nicht ausgezeichnet werden muss.

Verbraucherschutzorganisationen wie foodwatch kritisieren die oft unzureichende Kennzeichnung und fordern schon länger diese Kennzeichnungslücken zu schließen. Zudem kritisiert die Organisation auch, dass selbst die Begriffe „vegan“ und „vegetarisch“ keine wirkliche Verlässlichkeit bieten, da sie im Lebensmittelrecht bisher nicht rechtsverbindlich definiert sind, so die Organisation. Im Klartext heißt das: Selbst ein als „vegan“ beworbenes Produkt kann theoretisch mit Hilfe versteckter tierischer Zusatzstoffe hergestellt sein für welche keine Kennzeichnungspflicht besteht.

 

Vegane Chips

Auch wenn es als Verbraucher auf den ersten Blick oft unmöglich ist mit Sicherheit zu sagen, ob ein Produkt, in diesem Fall Chips, wirklich vegan ist, finden sich trotzdem eine Vielzahl tatsächlich veganer Versionen in Supermärkten oder auch bei uns im Shop. Die Variationen reichen von Mais, über verschiedene Gemüsesorten wie Rote Bete und Pastinake oder auch, ganz klassisch, Kartoffelchips. Dem veganen Knabber- und Filmabend steht also maximal etwas Recherche im Weg.

Bei Unsicherheit ist weiterführende Recherche, wie so oft, allerdings auch das Einzige was mitunter Klarheit verschafft. Weiterführende Informationen liefern zum Beispiel Anfragen von Verbraucherschutzorganisationen oder (vegane) Produktdatenbanken. Meist finden sich an diesen Stellen detaillierte Informationen als auf den Inhaltsstofflisten der Verpackungen der Produkte.

25. Mai 2017 0 Kommentare
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