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veganer Eigenanbau

Veganer Eigenanbau - Hand gibt Wasse auf frische Pflanze

Für jeden der zu 100% wissen möchte, woher seine Lebensmittel kommen und inwieweit sie wirklich vegan sind, haben wir den ultimativen Tipp! Der vegane Eigenanbau:

Die Vorstellung vom eigenen Garten mit frischem, unbehandeltem Gemüse und Obst ist schon sehr verlockend.  Auch in der veganen Szene lässt sich ein deutlicher Trend zur “Selbstversorgung” erkennen. Wir zeigen Dir was es alles zu beachten gibt und wie auch Dein grüner Daumen geweckt wird.

 

Die Vorteile

Der größte Pluspunkt am Eigenanbau ist, dass man sich zu hundert Prozent sicher sein kann, dass die Produkte frei von Schadstoffen und Rückständen sind. Des Weiteren kann man selbst bestimmen, wie die Pflanzen gehalten werden, sprich, inwieweit die Haltung komplett vegan ist. In Deinem Garten bist schließlich Du der Boss.

 

Projekt Veganer Eigenanbau

Zunächst bedarf ein veganer Eigenanbau ausgiebiger Planung. Hierfür empfehlen sich vor allem die kalten Wintermonate, damit Du im Frühling gleich fleißig beginnen kannst. Eine der wichtigsten Fragen dabei ist, was Du wann und wie anbauen möchtest.

Klar im Vorteil sind hier natürlich alle, die über einen eigenen Garten verfügen und ein Beet anlegen können. Doch auch ein Balkon kann völlig ausreichen, um sich diverse Pflanzen, Kräuter und vieles mehr zu ziehen. Wenn Du über keines von Beidem verfügst, ist das noch lang kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Viele Städte bieten so genannte Gemeinschaftsgärten an. Hierbei bewirtschaftet man zusammen mit anderen frei verfügbare oder angemietete Flächen. Wenn Du komplett vegan anbauen möchtest solltest du dich hierfür mit gleichgesinnten zusammentun.

Allgemein gesehen stellt es auf jeden Fall eine gute Möglichkeit dar, um sich auszutauschen und vor allem als Greenhorn den ein oder anderen Tipp für den Einstieg zu ergattern.

 

Was baue ich meinem “Garten” an

Nach dem “Wie” bzw. “Wo” kommt das “Was”. Zu Anfang bieten sich vor allem pflegeleichte Pflanzen an, welche schnelle erste Erfolge mit sich bringen. Als besonders unkompliziert gilt z.B. die Kartoffel. Des weiteren zählen Kartoffeln zu  den variationsreichsten Lebensmittel und finden allerlei Anwendung in den verschiedensten Gerichten. (Diverse vegane Kochrezepte findest Du wie immer auf alles-vegetarisch.de)

Im Garten einfach in die Erde gesteckt und auf dem Balkon am besten im Eimer, muss man sich außer regelmäßigem wässern kaum noch darum kümmern. Auch Radieschen und Pflücksalat gelten als besonders dankbare Gewächse, da sie bereits nach 3 – 6 Wochen erntereif sind. Eine Liste der anspruchslosten Arten findest du hier.

 

Die vegane “Haltung”

Für viele stellt sich die Frage, was an der Gurke aus dem eigenen Garten nicht vegan sein soll. Hierbei gibt es zwei wichtige Faktoren die es zu beachten gilt: Zum einen den Dünger und zum anderen den Pflanzenschutz.

Wirtschaftsdünger, welcher primär in der Landwirtschaft eingesetzt wird besteht vor allem aus tierische Bestandteile, wie es beispielsweise in Gülle, Jauche oder Mist der Fall ist. Des Weiteren kommen auch Substanzen wie Knochenmehl, Horn und andere Schlachtabfälle zum Einsatz. Selbstverständlich gibt es aber auch zahlreiche vegane Alternativen.

 

Veganer Dünger

Ein ganz einfaches und veganes Dünger-Mittel ist z.B. der herkömmliche Kompost. Vor allem der Bokashi-Eimer stellt eine besonders praktische und platzsparende Variante dar. Hierbei werden Bioabfälle in einem bestimmten Behältnis mit Hilfe von effektiven Mikroorganismen zu wertvollem Dünger fermentiert.

Neben dem sogenannte “Küchenkompost” gibt es auch noch weitere Varianten, um seine Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen.

 

Veganer Pflanzenschutz

Die zweite große Besonderheit des veganen Gartens ist, wie man ungebetene Gäste wie Tiere und Schädlingen friedvoll von seinen neuen Pflanzen fernhält. Zuallererst sollten hierfür mechanische Schutzvorkehrungen, wie Kulturschutznetze in Erwägung gezogen werden. Diese können meist schon erste Abhilfe verschaffen.  Sollte der Befall besonders hartnäckig sein muss zu umfangreicheren Mitteln gegriffen werden.

Mischkultur

Eine besonders empfehlenswerte Methode ist die Anwendung von Mischkultur. Hierzu werden die Pflanzen innerhalb einer Reihe vermischt, die sich positiv begünstigen. Wichtig hierbei ist, dass die Verträglichkeit zwischen den einzelnen Arten gegeben ist und so ein optimaler und natürlicher Schutz entsteht. Wer am besten mit wem kann findest Du hier.

Insektenvielfalt

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, bewusst für eine gewisse Insektenvielfalt zu sorgen. Hierdurch entsteht ein natürliches Gleichgewicht, wodurch der Pflanzenbefall schwindet. Hierzu pflanzt man entweder zusätzlich Pflanze, welche bestimmte Arten anziehen oder man baut oder kauft sich ein Insektenhotel.

Fruchtfolge

Fruchtfolge bedeutet in der Landwirtschaft, dass je nach Vegetationsperiode unterschiedliche Pflanzen angebaut werden. Dies wirkt sich positiv auf die Bodenfruchtbarkeit aus und vermindert zugleich den Befall der Pflanzen von Krankheiten und Schädlingen.

 

Warum nun vegan anbauen?

Veganer Eigenanbau bzw. der vegane Anbau an sich, sorgt für ein in sich greifendes System, welches sozial, wie auch ökologisch tragbar ist, komplett auf tierische Bestandteile verzichtet und zugleich friedvoll, wie auch schonend mit der Umwelt umgeht. So kommt man in den Genuss von natürlichen und zu 100% veganen Lebensmitteln.

 

Fazit

Wie Du siehst fehlt nicht viel zum eigenen veganen Garten. Es gibt ein paar Sache die es zu beachten gibt, ansonsten unterscheidet sich der vegane Anbau aber kaum vom konventionellen bzw. bringt keinen weiteren Aufwand mit sich.

Also verabschiede Dich von Zeiten der Ungewissheit und beginne noch heute mit der Planung Deines eigenen Anbaus!

 

Erzähl uns von Deinem Eigenanbau: Was möchtest Du unbedingt einmal selbst pflanzen?

26. März 2017 0 Kommentare
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