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Vegan griechisch: Jamas – Griechenland mal vegan!

Beitrag von Andreas 6. März 2017
Käse vegan griechisch für Feinschmecker

Diese Woche verschlägt es uns nach Griechenland. Was macht die Landesküche aus und inwieweit ist diese auch vegan genießbar. Wie immer haben wir uns schlau gemacht und verraten Dir, wie Du ganz einfach in den Genuss von vegan griechisch kommst.

Neben dem Italiener ums Eck und dem chinesischen Buffet sind vor allem auch griechische Restaurants an vielen Orten zu finden und weit verbreitet. Und das ist auch gar kein Wunder, denn die Deutschen lieben griechisches Essen. Oft riecht man den einzigartigen Duft schon von weiter Ferne und bekommt Lust auf mehr. Zu den wohl bekanntesten Gerichten gehören Speisen wie Gyros, Suflaki oder Pitta und auf jeden Fall viel Zaziki. Mit der perfekten Lage zum Mittelmeer nimmt natürlich auch die mediterrane Küche einen großen kulinarischen Teil ein.

Doch wie vegan ist die griechische Küche und wie tief ist die Idee des Veganismus in der griechischen Kultur verwurzelt?

 

Veganismus in Griechenland

Vegane Ernährung hat in Griechenland eine lange Tradition. Berühmte Philosophen wie Platon oder Pythagoras galten als enge Verfechter der tierfreien Ernährungsform. Einmal im Jahr ernährt sich sogar das ganze Land vegan. Im Rahmen der Osterfeierlichkeiten und Fastenzeit verzichtet ein Großteil der Griechen auf Produkte tierischen Ursprungs und ernährt sich primär von Gemüse und Brot.

Allgemein findet man übers Land verteilt reichlich Lokale mit veganem Angebot. Es gibt auch diverse rein vegane Restaurants, die viele traditionelle Speisen in veganer Form neu aufleben lassen. Typisch fürs Land sind die sogenannten “Mezedes”. Hierbei handelt es sich, wie bei den türkischen “Mezze”, um kleine Vorspeisen. Serviert werden diese auch gerne in Tavernen, also perfekt zu einem Glas griechischen Wein.

 

Vegan griechisch zum Probieren und selber machen

Wie bereits erwähnt lieben die Griechen ihr regionales Gemüse. Daher gibt es auch zahlreiche traditionelle vegane Speisen.

 

Bougatsa

… ist ein griechisches Gebäck aus Blätterteig. Die Füllung kann hierbei variieren, von süß bis herzhaft und pikant. Vor allem die Spinatfüllung ist besonders zu empfehlen.

 

Briam

… ist eine heiße Gemüsepfanne aus dem Ofen. Zutaten sind Zucchini, Auberginen, Paprika, Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch, Olivenöl und Salz & Pfeffer. Das Gericht gilt als gesundheitsfördernd und lässt sich ganz einfach selbst nachkochen.

 

Koulouri

… sind Gebäckringe, welche mit Sesam bestreut werden. Vergleichen könnte man Sie mit unseren Brezeln. Finden kann man diese in jeder Bäckerei oder an vielen Ständen auf dem Markt und in der Stadt. Der perfekte Snack für unterwegs.

 

Moussaka

… ist ein griechischer Auberginenauflauf. Hauptbestandteile sind Auberginen, Zucchini, Kartoffeln und ursprünglich Hackfleisch, welches man aber auch durch Soja-Schnetzel ersetzen kann oder einfach ganz weglässt. Für das Überbacken bieten sich diverse vegane Käsealternativen an. In einem omnivoren Restaurant wird es schwieriger werden, veganes Moussaka zu erhalten, aber zum selbst machen lässt es sich absolut empfehlen.

 

Wie Du siehst gibt es viele verschiedene und interessanten Gerichte, um in den Genuss von vegan griechisch zu kommen. Vieles lässt sich auch einfach selber kochen und peppt die heimische Küche mit Sicherheit ein wenig auf. Allgemein lässt sich sagen, dass sich griechische Gerichte hervorragend zum veganen selber kochen anbieten, da viele Bestandteile durch vegane Alternativen bestens ersetzt werden können. Falls Du hierfür ein paar weitere Anreize brauchst, haben wir wieder eine kleine Auswahl an typisch griechischen Produkten gefällt:

 

 

Fazit

Auch Griechenland hat also aus veganer Sicht einiges zu bieten. So lässt sich auch in diesem Fall wieder eine ganz klare Reiseempfehlung aussprechen. Wir wünschen viel Spaß und Kali Orexi!

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2 Kommentare

Uli 6. März 2017 um 14:56

Danke für tollen Anregungen! Sind doch meine Wahrnehmungen in Griechenland ganz andere. Danach lieben die Griechen Fleisch und vor allem ihren Fisch. Dazu fahren sie im Urlaub oft noch vor Sonnenaufgang mit ihren Booten raus.
Anfang der Neunziger haben sie mich in Nordgriechenland (Sarti) ausgelacht, als ich wenigstens Spaghetti mit Tomatensauce haben wollte. Da sei überall Fleisch oder Fleischbrühe drin, hat man mir gesagt.
Seit 2003 bin ich regelmäßig in Südgriechenland (bei Kalamata) im Urlaub. Dabei stelle ich fest, dass man als Veganer etwas bekommen kann, selbstverständlich ist es allerdings nicht. Dabei sind kleine Tavernen, die täglich frisch zubereitetes und täglich wechselndes Essen anbieten, wesentlich flexibler. Fazit: Gegenüber Nordgriechenland ist man im Süden als Veganer besser aufgehoben als im Norden weil es einfach mehr Gemüsegerichte gibt. Eine vegane Offenbarung schaut allerdings anders aus. Hier hat die Türkei noch einigen Vorsprung. 😉

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Andreas 7. März 2017 um 9:11

Hey Uli, danke für Deinen Kommentar.
Da hast Du auf jeden Fall Recht, die Griechen lieben Ihr Seafood. Während der Fastenzeit sind deswegen auch einige Meeresfrüchte, die kein Blut enthalten, weiterhin erlaubt. Dennoch gibt es auch viele pflanzliche und zugleich traditionelle griechische Gerichte. Tavernen richten sich aufgrund ihrer oft wechselnden Speisekarte in der Tat noch mehr an, um neue vegane Leckereien zu entdecken.
Dass es im Süden mehr Gemüsegerichte gibt, wusste ich gar nicht aber vielen Dank für den Tipp! 🙂

Viele Grüße
Andi

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