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Was du schon immer über veganes Katzenfutter wissen wolltest

Beitrag von Anna 31. März 2017
Zwei Kitten mit veganem Futter - Katze vegan ernähren

Die eigene Katze vegan ernähren? Das erntet bei den meisten Menschen allenfalls ein irritiertes Lächeln oder Kopfschütteln. Doch tatsächlich zeigen die Erfahrungsberichte veganer Haustierhalter, dass eine vegane Ernährung von Hunden und Katzen durchaus möglich ist und die Gesundheit des Tieres in keiner Weise gefährdet.

Ich habe jetzt den Selbstversuch gestartet und unserer Katze veganes Katzenfutter von AmiCat serviert. Das rein pflanzliche Futter besteht aus Mais, Reisprotein, Erbsen, Kartoffelprotein und so wichtigen Zusätzen wie Taurin. Möchtest du wissen, ob sie es gefressen hat? Dann lies noch ein Stück weiter.

 

Katzen sind doch Fleischfresser, oder?

In der Tat sind Katzen von Natur aus Fleischfresser. Allerdings leben sie, ebenso wie Hunde, in keinem natürlichen Lebensraum: weder fangen sie ihre Beute selbst, noch ist das, was wir ihnen als Feucht- und Trockenfutter servieren eine Kopie dessen, was sie bei einem Leben in Freiheit zu sich nehmen würden.

Industriell verpacktes Katzenfutter, ob nass, trocken, in Dosen oder Beuteln, ist Schlachtabfall – und nicht selten „schlechtes“ Fleisch mit deklarierten Mängeln und unzureichender Qualität. Damit die Fleischnahrung für Katzen und Hunde überhaupt genießbar und verwertbar wird, werden noch jede Menge künstliche Zusatzstoffe, Aromen und Nahrungsergänzungsmittel von der Lebensmittelindustrie beigefügt. Damit unterscheidet sich Fleischfutter nicht von veganer Katzennahrung, der ebenfalls wichtige Zusatzstoffe beigefügt sind – mit dem Unterschied, dass in der pflanzlichen Variante kein Zucker und keine Aromen enthalten sind.

 Rotes Kitten auf Sofa

Nun brennst du bestimmt vor Neugier, ob meine Katze das vegane Katzenfutter genauso mochte wie ihr bisheriges. Und ich kann dir verraten: sie mochte es auf Anhieb. Wir mussten ihr nichts unterjubeln, da ihr sowohl Geschmack als auch Aussehen und Geruch des Futters zusagten.

 

Die eigene Katze vegan ernähren: So geht’s

Zu den lebensnotwendigen Zusatzstoffen, die einer Katzenernährung – ob vegan oder auf Fleischbasis – beigefügt werden müssen, zählen Arachidonsäure und Vitamin A, zahlreiche B-Vitamine sowie Mineralstoffe und Spurenelemente. Veganer Katzennahrung wird außerdem pflanzliches Taurin zugesetzt – ein Stoff, den die Katze zum Überleben braucht, der ansonsten nur in den Fleischbestandteilen vorkommt.

Was den wenigsten Haustierhaltern bewusst ist: Auch Fleisch-Fertigfutter für die Katze hat einen hohen Anteil an pflanzlichen Bestandteilen: so enthält beispielsweise ein hochwertiges Trockenfutter für Katzen auch Reis, Hirse, Rüben, Kartoffeleiweiß, Beeren, Hefe und Leinsamen. Bei einer veganen Aufbereitung werden dann die Fleischbestandteile durch hochwertige, pflanzliche Proteine ersetzt.

Ob die Katze das vegane Futter annimmt und verträgt, liegt in erster Linie daran, ob das Futter ihren Vitamin- und Nährstoffbedarf optimal deckt sowie, ob es ihren geschmacklichen Präferenzen entspricht. So mögen beispielsweise viele vegan ernährte Katzen die Zugabe von Tomatenmark oder Sojasoße zu ihrer pflanzlichen Hauptnahrung.

 

Vegane Alternativen: selbst kochen oder Fertigfutter

Wenn du deine Katze vegan ernähren willst und dich davon überzeugt hast, dass du sie damit keinem Gesundheitsrisiko aussetzt, stehen dir verschiedene Möglichkeiten offen: Du kannst das Futter ganz einfach selbst herstellen – oder im Fachhandel online kaufen.

 

Veganes Katzenfutter aus dem Fachhandel

Pflanzliches Katzenfutter gibt es als Trockenfutter und Nassfutter, die sich gleichermaßen als Hauptnahrungsmittel eignen. Wenn du dir noch unschlüssig bist, kannst du auch erst einmal eine Probierpackung bestellen. Bewährt hat sich die Methode, das Futter unter die gewohnte Kost unterzumischen und nach und nach auszutauschen, um schließlich die Katze vegan ernähren zu können.

 

Rezepte für veganes Katzenfutter

Manche Katzenhalter stellen ihr veganes Tierfutter auch einfach selbst her: so lässt sich zum Beispiel aus Kichererbsen, Tofu, Tomatenmark, Sonnenblumenöl und verschiedenen Hefeflocken und Taurin-Zusatz für Katzen ein ausgewogenes pflanzliches Katzenfutter herstellen, das reich ist an Vitaminen, Nährstoffen und allen lebensnotwendigen Nahrungsbestandteilen. Dieses kann in unterschiedlicher Verarbeitung als Trocken- und Nassfutter gefüttert und sogar als Vorrat eingefroren werden.

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22 Kommentare

Kai 31. März 2017 um 14:36

Kannst du Bezugsquellen für Taurin und Arachidonsäure empfehlen?
Und zum Rezept Mengenangaben hinzufügen (insb. für die Vitamin- und Mineralzusätze?)
Und wie viel Tomatenmark bzw. Olivenöl ist vertretbar?
Zuviel Salz ist ja bestimmt auch nicht gut.

Danke!

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Linda 31. März 2017 um 17:47

Ich finde vegane Katzenernährung verantwortungslos! Den Nutzen nur am Geschmackssinn der betreffenden Katze zu bemessen ohne auf gesundheitliche Risiken einzugehen finde ich extrem grenzwertig. Als Haustierbesitzer hat man eine enorme Verantwortung gegenüber seinen Schützlingen. Einen Carnivoren vegan zu ernähren ist absolut sinnfrei, widerspricht komplett der evolutionären Entwicklung der Katze und ist höchstgradig gesundheitsgefährdend. Einen solchen Bericht ohne jegliche Pro- und Contraerwägung sowie wissenschaftliche Quellenverweise zu veröffentlichen halte ich für absolut fahrlässig. Es gibt genug ungebildete und unreflektiert Menschen, die in der Nachahmung die Gesundheit ihrer Vierbeiner auf das Spiel setzen. Meiner Meinung nach gehört dieser Artikel, so wie er da steht (unreflektiert, unvollständig und einseitig) gelöscht.

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Maren 31. März 2017 um 17:58

Katzen sind carnivoren. Sehr strikte sogar. Sie vegan zu füttern ist nichts anderes als einer Kuh tiermehl zu verfüttern. Es ist gänzlich wider ihrer natur.
Daran ändert auch nichts, dass die tierfutterindustrie in minderwertiges katzenfutter minderwertige pflanzliche Eiweiße mischt weil das die Gewinnspanne erhöht.
Es ist durchaus möglich auch mit katzenfutter seine katze Getreidefrei und ohne pflanzliche Eiweiße zu ernähren. Man kann katzenfutter darüberhinaus auch artgerecht selber zusammenstellen.

Wer nicht in der Lage ist sein Tier artgerecht zu ernähren weil er oder sie dies nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, sollte von der katzenhaltung (und auch hundehaltung) abstand nehmen. Es gibt genug Tierarten, die man halten kann und die pflanzenfresser sind.

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Kerstin 31. März 2017 um 18:40

Warum halten sich Veganer Fleischfresser als Haustiere? Damit sie etwas zum manipulieren haben? Wer kein Fleisch füttern möchte, möge bitte auf Pflanzenfresser umsteigen. Katzen sind Fleischfresser! Ihre Verdauung ist auf tierische Proteine eingerichtet. Pflanzliche Nahrung hat für Katzen keinerlei Nährwert! Das ist nur Ballast, der die Verdauung unterstützt. Das ist erwiesen. Vielleicht sollte man solche Beiträge nur in Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachleuten verfassen.

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Kai 31. März 2017 um 18:49

Sie sagen “es gibt keinen Unterschied zwischen Fleischfütterung und Veganer”. Den größten vergessen Sie aber dabei. Die Katzen Physiologie ist ausgelegt auf tierische Eiweiße die ne nicht auf pflanzliche. Entsprechend fehlen ihrem Körper Enzyme die fette ausreichend zu verarbeiten.
Von Erfahrungswerten kann auf Grund der kurzen studienphasen kaum von Güte gesprochen werden .

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Jenny Reichert 31. März 2017 um 18:55

Auch wenn Katzen schon lange mit Menschen zusammen leben ist ihr Verdauungstrakt der gleiche. Wir hatten das schon in der 7. Klasse in Biologie das Fleischfresser sich nicht nur am Gebiss von Allesfressern unterscheiden sondern auch an der Darmlänge. Der Organismus einer Katze braucht Tierisches Protein und zu funktionieren. Wer seiner Katze etwas Gutes tun will beliest sich und beschäftigt sich mit den Anatomischen Gegebenheiten der Katze. Ich hoffe der Kommentar wird nicht gelöst nur weil ich kritisiere ✌

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Sabrina 31. März 2017 um 18:55

Wegen so unqualifizierter Blogs, werden arme Tiere falsch gefüttert und lebensgefährlich Unterversorgt …. es sind Fleischfresser und sollten es auch bleiben. Sollte man sich mal ausreichend informieren statt Menschen bei so etwas an zustiften. Zb. einfach ein Kaninchen zu legen, wenn man unbedingt ein Veganes Tier haben möchte und die Finger von den Fleischfressern lassen. Warum muss der Mensch ständig in die Natur eingreifen? Nicht genug anderes Vorhanden um sein Kontrollwahn auszuspielen? -.- ( aber wird ja hier eh fleißig gelöscht – die Wahrheit verträgt man ja nicht!)

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Helga 31. März 2017 um 19:11

Du schreibst selbst, dass Katzen Fleischfresser sind. Ob sie nun in einem natürlichen Lebensraum leben oder nicht, ändert daran nichts.
Trockenfutter ist niemals gut für Katzen und sollte maximal als Leckerchen gefüttert werde, am besten aber gar nicht.
Nur weil sehr viele schlechte industrielle Katzenfuttersorten Füllstoffe wie z.B. Reis enthalten, heisst das nicht, das diese gut für die Katze sind. Gutes Katzenfutter enthält kein Getreide.
Du argumentiert unlogisch: Du schließt vom schlechten Futter darauf, dass eine Katze kein Fleisch braucht.
Veganes Futter für Katzen ist nur eins: Tierquälerei.
Hör bitte auf auf, deine eigenen Vorstellung auf Tiere zu projizieren. Wenn du vegan leben willst, mache das, aber ernähre keinen Fleischfresser vegan.
Wenn du nicht bereit ein Tier artgerecht zu ernähren, solltest du es nicht halten.

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Rica 31. März 2017 um 20:15

Liebe Anna…
Ich gehöre tatsächlich zu den Skeptikern was die vegane Ernährung, gerade von Katzen angeht, aber bin gerne offen für Gespräche.
Mir sind beim Lesen einige Punkte aufgefallen …
Zum einen fehlt mir in dem Artikel die differenzierte Auseinandersetzung mit dem Verdauungssystem der Katze und dessen Ansprüche…
Er erklärt leider auch nicht wieso und wozu die Zugabe der Stoffe die du aufzählst nötig ist.
Und die Hinweise mit der Sojasauce und dem Tomatenmark fehlen wie Kai schon sagt der Hinweis, dass sowohl beim Salz als auch bei Nachtschattengewächsen bei Katzen Vorsicht geboten ist…
Ich denke man sollte sich sehr genau mit Ursache und Wirkung all dieser Sachen auseinander setzen bevor man eine so lebenswichtige Entscheidung für ein Tier fällt,dass auf uns angewiesen ist…darum würde ich mir wünschen dass dieser Ernst auch in dem Beitrag zu lesen ist und er weniger locker flockig vor sich hin fliesst.

Liebe Grüsse

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Anna 31. März 2017 um 21:14

Lieber Kai,
ich bin bei meinen Recherchen auf dieses sehr ausführliche Rezept gestoßen zur Herstellung von veganem Katzenfutter nebst Fotostrecke wie’s geht
http://antispe.de/txt/veganekatze.html
Weiterhin kann ich die Rezepte aus dem Buch von James A. Peden: “Vegetarische Hunde und Katzenernährung” empfehlen.
Da ich selbst noch kein veganes Katzenfutter hergestellt, sondern nur verfüttert habe, bist du mit diesen Experten sicher an der richtigen Adresse!
Berichte uns, wie es geklappt hat. Viel Erfolg!

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Angi 31. März 2017 um 23:52

Sie wissen schon das Katzen einen hohen Anteil an tierischen Proteinen brauchen um keine langfristigen Schäden davon zu tragen, sie können ja gerne so füttern und in 2 Jahren mal dir Organtwerte ihrer Katze checken lassen ich wette die sind dann utopisch

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Johanna 1. April 2017 um 0:08

Guten Tag,

ich arbeite in einer Tierklinik und kann jedem Katzenhalter nur dringendst(!!) vom Vorhaben abraten, einen obligaten Carnivoren wie die Katze rein vegetarisch oder gar vegan ernähren zu wollen.

Sowohl die mir bekannten Fertigprodukte (ausnahmslos) als auch die DIY Rezepte sind nicht ausgewogen und führen oft bereits kurz- bis mittelfristig zu lebensbedrohlichen Mangelsituationen. Leider habe ich bereits viele Tiere mit massiven, zum Teil irreparablen, Schäden gesehen, die mit bestem Gewissen und unfassbar teurem “hochwertigem” Futter ernährt worden waren. Herzversagen (DCM), Krampfanfälle und neurologische Störungen bis hin zum Kleinhirndefekt, schwere Dysbakterie mit allen Folgen, Organversagen der Nieren und Leber, Immunschwäche, Muskelschwund, Knochenbrüche durch Calciummangel und nutritiver Hyperparathyreodismus sind hier leider nur einige Beispiele. Nicht alle Katzen konnten wir retten – einige mussten erlöst werden oder sind trotz aller Mühen an den Folgen der Fehlfütterung verstorben.

Bitte lasst die Finger davon. Es gibt nur ganz wenige Katzen, die aus medizinischem Grund vegetarisch (niemals vegan) ernährt werden sollten, zum Beispiel bei bestimmten Lebererkrankungen wie dem Portosystemischen Shunt, aber dann immer unter strenger tierärztliche Kontrolle und mit Beratung durch einen Fachtierarzt für Tierernährung. Vitamin A, Taurin, Arachidonsäure, B-Vitamine, Calcium, EPA/DHA usw. müssen dann zwingend synthetisch ergänzt und ggf. der Blutspiegel überprüft werden, da diese (und andere) Stoffe in Pflanzen nicht vorhanden oder für die Katze schlichtweg nicht verdaulich und somit unverwertbar sind.

Katzen sind hochspezialisiert auf protein- und fettreiche Nahrung, sind so genannte “obligate Carnivoren” oder “echte Carnivoren”, daran hat auch die Domestikation nichts geändert. Von einem zu hohen Kohlenhydratanteil bekommen sie – auch nach langsamer, sorgfältiger Gewöhnung – schweren Durchfall. Ihr Gebiss ist zum Halten und Zerteilen von Fleisch – nicht zum Zermahlen von Pflanzenteilen – ausgelegt. Ihr Speichel hat eine andere Zusammensetzung und enthält keine kohlenhydratspaltenden Enzyme, ihr Darm hat im Vergleich zur Körperlänge gerade mal 1/8 (!) der Länge eines Pflanzenfresserdarmes. Die Katze ist de facto NICHT in der Lage, pflanzliche Nahrung aufzuspalten und zu nutzen, sofern sie nicht zuvor aufwendig “vorverdaut” wurde.

Für Katzenfutter wird kein Tier gezüchtet oder getötet, das ist gesetzlich untersagt. Wie bereits richtig erkannt, werden Fleischabschnitte genutzt, die für den menschlichen Verzehr ungeeignet oder schlichtweg überschüssig sind – so genannter “Abfall”. Beispielsweise sind das Fettabschnitte und Innereien wie die sehr nahrhafte Leber oder Niere oder das Gehirn. Unappetitlich für uns – jedoch ernährungsphysiologisch noch immer wertvoll. Wer möchte, kann inzwischen auch auf BIO-Produkte zurückgreifen oder das Futter (nach sehr gründlichem Einlesen oder fachtierärztlicher Beratung) selbst zubereiten.

Unsere Haustiere müssen in unserer Obhut schon genügend Kompromisse ertragen – wir sollten nicht noch anfangen, Ihnen unsere Ernährungsweise aufzuzwingen und damit leichtfertig ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel zu setzen!

Ich bitte Sie daher inständig, genauer zu recherchieren und Ihren Artikel zu überdenken. Vielen Dank.

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Alexandra Henning 1. April 2017 um 8:06

Katzen sind Fleischfresser.Pflanzliche Nahrung können sie nicht verwerten.Ihr Darm ist auf die Verwertung von tierischer Nahrung ausgelegt.
Ja einen reinen Fleischfresser vegan zu ernähren ist Tierquälerei.

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Tatjana 1. April 2017 um 8:47

Das ist ein absoluter Schwachsinn! Schlecht recherchierter Blogeintrag!
Katzen sind vollständige Carnivoren. Wer damit nicht klar kommt, soll sich ein Kaninchen anschaffen. Absolute Tierquälerei.

Und mal ehrlich: der grundgedanke der veganen Ernährung ist doch, dass kein Tier leiden muss. Hier leidet die Katze. Eig müsste jeder Veganer Verfechter von der artgerechtesten Ernährung für Katzen sein: Barf. Hier kann man bestes Biofleisch aus artgerechter Haltung kaufen und damit das Tierleid auf Seite der Futtertiere so klein wie möglich halten.

Der einzige Abschnitt dem ich nicht widersprechen ist der über das industrielle Futter. Whiskas und Co. ist genauso Schwachsinnig wie veganes Katzenfutter (gilt das eig als oxymoron?).

Ich füttere Fleisch oder hochwertige Dose (ohne Zucker, Getreide dafür mit viel Fleisch).

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Sila 1. April 2017 um 9:36

das gehört wirklich verboten…wo findet die katze in freier natur dinge wie tofu und karotten? sie zupft vielleicht mal an gräsern oder beeren…ansonsten….ißt sie 5-7 mäuse am tag, die kocht sie nicht odeer brät sie über einem feuer. bei solchen artikeln rate ich immer zur anschaffung eines kaninchens oder hamsters. bitte nicht wieder so einen schwachsinn verbreiten.

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Persephone 1. April 2017 um 10:03

Wie kann man einen fleischfresser Veganer Ernähren?! Wenn man es nicht haben kann, dass ein tier Fleisch frisst, dann sollte man sich nicht so ein tier anschaffen! Das ist nicht artgerecht!!!

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Kevin 1. April 2017 um 11:29

Warum muss man der Katze denn seinen eigenen Lebensstil aufzwingen. Ich versteh’ das einfach nicht.

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elli 1. April 2017 um 14:19

Hallöchen, ein schön und übersichtlich geschriebener Artikel, aber es fehlen leider jegliche Quellenangaben zu den Informationen: Nährstoffempfehlungen für Katzen, die in dem empfohlenen veganen Katzenfutterrezept enthaltenen Inhaltsstoffe (Aminosäureprofil, Fettverhältnis, Kohlenhydratprofil, Verdaubarkeit im verkürzten Carnivorendarm) im Vergleich zu den Nährstoffempfehlungen und Goldstandard (Maus) und den zugrunde liegenden Bedarfstabellen für Katzen würde ich mich sehr freuen.

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Spirit 1. April 2017 um 14:41

Als Tierarzthelferin dreht sich mir beim Lesen dieses Artikels der Magen um… Hier ein paar Gründe für meine Übelkeit:

a) Zuerst stellt sich mir immer die Frage: Warum muss man einen Fleischfresser wie die Katze zu einem Pflanzenfresser machen? Gibt es nicht genügend Kleintiere, die sich von Natur aus pflanzlich ernähren und auch wunderbare Gesellschaftstiere sind? Warum muss ich den Wunsch nach dem Lieblingshaustier über die Bedürfnisse eben dieses stellen? Massiv egoistisch. Pflanzenfressende Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Chinchillas, manche Vogel- und Reptilienarten, usw. können genauso interessant, liebenswert und individuell sein, wie eine Katze. Wenn man sich denn entsprechend mit ihnen beschäftigt und ihnen ein artgerechtes Leben bietet.

b) Warum fressen Katzen veganes Katzenfutter? Ich vermute, dass diese Futtermittel (ebenso, wie so manches “normales” Katzenfutter) starke Lockstoffe enthalten. Anders kann ich mir kaum erklären, warum eine Tierart, die sonst als eher wählerisch gilt (Katzen prägen sich in der Jungtierphase auf ein gewisses Futter. Das was ihr in der Zeit von dem Mensch oder dem Muttertier vorgesetzt wird. Dieses Futter wird normalerweise zeitlebens bevorzugt. Abweichungen in Konsistenz, Geschmack und Inhaltsstoffen werden oft nur schwer akzeptiert. Deswegen gibt es bei den meisten Katzen auch Probleme bei der Futterumstellung.), ein Futter frisst, was ihr vom Geschmack und den Inhaltsstoffen weitgehend unbekannt sein sollte…

c) Herkömmliche Futtermittel enthalten “schlechtes” Fleisch. Falsch. Zumindest in Deutschland (wer sein Futter von Übersee bezieht, ist selbst ‘dran schuld – ökologisch Katastrophe) dürfen nur bestimmte Erzeugnisse für die Herstellung von Haustierfutter verwendet werden. Das ist das sogenannte “Kategorie-3-Material”. Zugegeben, dabei handelt es sich nicht um Qualitätsfleisch sondern um sogenannte “tierische Nebenprodukte”. Diese stammen aber von für den Menschen genusstauglichen Tieren! (Keine kranken oder schon verendete Tiere, wie es so oft erzählt wird.) “Tierische Nebenprodukte der Kategorie 3” sind all die Teile eines Tieres, die der deutsche Wohlstandsbürger lieber nicht mehr auf dem Teller haben mag. Die Verwendung dieser Teile als Tierfutter ist wesentlich besser, als sie wegzuwerfen oder in Entwicklungsländer zu verschiffen, um sie dort zu Spottpreisen zu verkaufen und damit die lokale Wirtschaft zu schädigen. Entsprechend aufbereitet, verarbeitet und zusammengestellt, spricht gar nichts gegen das Verfüttern unseres “Wohlstandsabfall”. Natürlich sollte man die Zusammensetzung eines Futtermittels immer kritisch prüfen und hinterfragen. Viele Kohlenhydrate gehören z.B. nicht in ein richtig gutes Katzenfutter. Die vegane Katzenernährung wird dadurch nicht gerechtfertigt, weil irgendwelche Futtermittelhersteller billigen oder für den Menschen ansprechenden Schwachsinn in ihre Futter einmischen. (“Geflügel in Pfeffersahnesoße mit Reis”, “Zebra und Dinkel mit Cranberry”. Ewig viele Kohlenhydrate oder viel Soja. Alles Mist! Braucht keine Katze.)
http://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/TierischeNebenprodukte/nebenprodukte_node.html
http://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/TierischeNebenprodukte/_texte/TierischeNebenprodukteKategorie.html;jsessionid=57E9BE87FE1E4C269EC20345BAB7BD25.2_cid288#doc4022728bodyText3

d) Ich wäre froh, wenn in dem Artikel erwähnt werden würde, dass die Futterumstellung bei Katzen nicht erzwungen werden sollte. Sollte es mal davon abgesehen bei keinem Tier, es sei denn es ist medizinisch notwendig für die Gesundheit oder das Überleben. Bei Katzen kommt aber hinzu, dass sie bei Futterverweigerung innerhalb von wenigen Tagen an einer hepatischen Lipidose erkranken können. Diese endet unerkannt und unbehandelt tödlich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hepatische_Lipidose_der_Katze

e) Ich finde, dass hier der Eindruck erweckt wird, dass das alles “gar nicht so schwierig” und “gar nicht problematisch” wäre. Selbst das eigene Herstellen von veganem Katzenfutter scheint “einfach” zu sein. Nein, die vegane Katzenernährung ist weder unproblematisch noch einfach. Mal abgesehen (von den schon oben erläuterten) ethischen Problemen und der Legalität (TSchG § 2: “Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen, …” https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html ), kann es bei der veganen Katzenernährung noch schneller als bei der veganen Hundeernährung zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für das Tier kommen. Die veganen Fertigfutter mögen in ihrer Zusammensetzung einigermaßen gut abgestimmt sein (??), aber das Kochen von veganem Futter durch den Katzenbesitzer zu propagieren, halte ich für äußerst fragwürdig, wenn nicht sogar fahrlässig! Wer für sein Tier selbst Futterrationen zusammen stellt, muss sich ausreichend mit dem Thema auseinandersetzen und es dann auch entsprechend umsetzen. Fehler gehen immer zu Lasten der Gesundheit des Tieres. Mal schneller, mal langsamer. Am besten lässt man sich die Rationen von einem Tierarzt mit einer Zusatzausbildung im Bereich Tierernährung zusammenstellen. Beim BARFen hat sich gezeigt, dass sehr viele vom Besitzer zusammengestellte Rationen erhebliche Mängel aufweisen! Und das ist eine Ernährungsform, die der Ernährung von Hund und Katze noch weit eher entspricht als die rein pflanzliche Ernährung. Wie schnell wird es dann wohl zu Fehlern bei den selbst gekochten, veganen Futterrationen für Hund und Katze kommen?

f) Eine so drastische Futterumstellung sollte immer mit dem behandelnden Tierarzt des Vertrauens abgesprochen werden. Verschiedene Lebensabschnitte (z.B. Jungtier, Trächtigkeit, Welpenaufzucht) oder bestimmte Erkrankungen (z.B. Diabetes) können ein Ausschlusskriterium für eine bestimmte Ernährungsweise sein. Zudem ist es sinnvoll die Tiere nach der Futterumstellung engmaschig zu kontrollieren (jährlicher Blutcheck). Falls es zu gesundheitlichen Problemen kommen sollte, muss der behandelnde Tierarzt auch immer wissen, was gefüttert wird, um entsprechende Differentialdiagnosen in Betracht ziehen zu können. Sowas sollte auf keinen Fall verschwiegen werden. Ein Hinweis hierzu wäre sicherlich mehr als sinnvoll.

Ich persönlich bin gegen die vegane Fütterung von Katzen. Da halte ich mir doch lieber Kaninchen.

Antworten
Simon Schmitt 2. April 2017 um 1:39

Und wie kommt man an Futterproben.?

Antworten
Andreas 2. April 2017 um 2:16

Es tut mir leid. Aber wer seine Katze vegan ernährt hat sich mit der Physiologie eines reinen Carnivoren wenig bis gar nicht auseinander gesetzt.
Der Darm der Katze ist nur ca. 1/8 mal so lang wie der eines ausgewiesenen Pflanzenfressers und sogar nur halb so lang wie der eines Hundes. (Immer im Verhältnis zur Körpergröße)
Das hat Gründe. Der Körper ist auf das aufschliessen von Kohlenhydraten und pflanzlicher Fasern nicht vorbereitet. Das bedeutet, daß die meisten Nährstoffe aus pflanzlicher Nahrung unverdaut den Körper wieder verlassen. Deshalb empfiehlt man heutzutage auch nur noch hochwertiges Nassfutter mit einem pflanzlichen Anteil von unter 4%. (Dies entspricht ungefähr dem Mageninhalt der üblichen Beute)

Trockenfutter ist, inzwischen durch Studien belegt, Diabetes und FLUTDs fördernd. Dieses hier also als Beispiel für eine adäquate Ernährung anzuführen ist… Naja.. nicht gerade ein Zeichen von fachlich tiefer Auseinandersetzung mit der Physiologie der Katze.

Hinzu kommt eine Besonderheit der Leber. Im Gegensatz zu den meisten anderen Säugetieren beginnt diese 1-2 Minuten nach der Futteraufnahme mit der Gewinnung von Glucose (Zucker aka Energie) aus den im Fleisch des Beutetieres enthaltenen Aminosäuren, Glycerin und Milchsäuren. Da Katzen über den Tag verteilt normalerweise 12-15 Mahlzeiten zu sich nehmen ist dies wichtig um direkt wieder für die nächste Jagd bereit zu sein.

Der Körper der Katze ist so stark auf diese Art der Ernährung ausgelegt, daß er viel schneller erkrankt als der anderer Säugetiere. Da die Katze aber ein Meister der Verschleierung ist, fällt dies leider oft erst dann auf wenn es zu spät ist. Eine Studie der amerikanischen Tierversicherung “Nationwide” zeigt das 8 von 10 Tierarztbesuchen ernährungsbedingte Ursachen haben. (Auswertung aus über 16000 Abrechnungen) Diese Katzen sterben dann mit 8-12 Jahren und man denkt sich nichts dabei. Wenn man aber weiß, daß diese fit und gesund 18-25 Jahre alt werden können sollte man sich fragen ob man, wenn man wirklich vegan Leben will unbedingt einen ausgemachten Carnivoren im Haushalt haben muss.

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ALLES-VEGETARISCH.DE 3. April 2017 um 15:15

Wir sind der Ansicht, dass eine vegane Katzenernährung ebenso wie eine vegane Hundeernährung möglich ist und keine Tierquälerei darstellt.
Tiermedizinische Untersuchungen wie z.B. Bluttests sowie langjährige Erfahrungen (auch unter tierärztlicher Aufsicht) in unserem eigenen Umfeld (Mitarbeiter, Kunden…) stützen uns hier in unserer Meinung. Keine Katze wird oder wurde hier gezwungen, veganes Futter zu sich zu nehmen.
Wir bieten in unserem Shop veganes Tierfutter an, welches alle wichtigen Nährstoffe enthält. Ob unsere Kunden dieses verwenden möchten, obliegt selbstverständlich jedem Einzelnen. Wir respektieren jede Entscheidung gleich.
Wir raten in jedem Fall eine ausführliche Recherche zu dem Thema und sich auch ggf. mit seinem Tierarzt abzustimmen.
Unter anderem können wir bei weiterem Interesse dieses Interview (und die darunter stehenden Kommentare) empfehlen: http://www.vegan-news.de/vegane-katzenernaehrung/

Viele Grüße
Das ALLES-VEGETARISCH.DE Team

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